In der Indikationsgruppe der Diagnostika werden verschiedene Teil-Indikationsgruppen unterschieden, abhängig davon, zu welchem Zweck die zugehörigen Tests eingesetzt werden.
Die ersten Teststreifen, die bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts in der Industrie breite Anwendung fanden, wurden erst gegen Ende der 1960er Jahre für medizinisch-diagnostische Zwecke weiterentwickelt. Zu den wichtigsten Entwicklungen zählte die Methode zur enzymatischen Bestimmung der Blutglukose, die 1957 den Grundstein für die Patientenselbstmessung legte. Bereits 1970 wurden die ersten visuell ablesbaren Teststreifen eingeführt, die in Verbindung mit einem Blutzuckermessgerät verwendet werden. Inzwischen stehen zahlreiche Diagnostika zur Verfügung, mit denen sich eine Vielzahl von Parametern in Harn oder Blut nachweisen lässt, und jedes Jahr kommen weitere hinzu. In vielen Fällen kann dadurch die aufwändigere Bestimmung im Labor entfallen.
Zur Indikationsgruppe der Diagnostika zählt auch die Teil-Indikationsgruppe der Mittel zur Diagnosevorbereitung. Hierbei handelt es sich überwiegend um Laxanzien, die z.B. zur Vorbereitung von ambulant durchgeführten Koloskopien verwendet werden.