Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Mitteln aus dem Bereich Ernährung und Stoffwechsel A 16 Andere Mittel für das alimentäre System und den Stoffwechsel

Veröffentlicht am: 16.12.18

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Komponenten 2017

2017 lagen die Ausgaben um 56,4 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Hieran war im Wesentlichen nur die Verbrauchskomponente beteiligt. Die übrigen Komponenten spielen kaum eine Rolle. Da die meisten Teil-Indikationsgruppen lediglich einen Wirkstoff umfassen, ist in der Regel der Verbrauch Treiber der Ausgabenentwicklung.

  • Verbrauchskomponente: Durch die Verbrauchskomponente stiegen die Ausgaben um 61,1 Mio. Euro. Die drei wichtigsten Verursacher waren die Teil-Indikationsgruppen der Mittel bei Hypophosphatasie, Morbus Pompe und Morbus Fabry, wobei die Mittel bei Hypophosphatasie mit einer Verbrauchskomponente von rund 27 Mio. Euro den bei Weitem größten Einfluss hatten.
  • Übrige Komponenten: Von den übrigen Komponenten sticht nur die Preiskomponente ins Auge, durch die sich die Ausgaben um 7,7 Mio. Euro verringerten. Hierzu trugen am stärksten die Mittel bei Hypophosphatasie bei, für die eine Preiskomponente von -5,7 ermittelt wurde. Ursächlich sind hier die Rabatte aus den Preisverhandlungen nach der frühen Nutzenbewertung zu nennen.

Komponenten 2016

2016 erhöhten sich die Ausgaben um 57,8 Mio. Euro. Hieran war im Wesentlichen ebenfalls nur die Verbrauchskomponente beteiligt.

  • Verbrauch: Die Verbrauchskomponente erhöhte die Ausgaben um 64,4 Mio. Euro und war damit etwas höher als im Vorjahr. Den größten Beitrag dazu leisteten die Teil-Indikationsgruppen der Mittel bei Morbus Gaucher, Hypophosphatasie und Morbus Fabry mit Verbrauchskomponenten zwischen rund 12 und 14 Mio. Euro.
  • Übrige Komponenten: In Bezug auf die übrigen Komponenten ist die Analogkomponente erwähnenswert, die die Ausgaben um 2,9 Mio. Euro senkte. Sie ist durch die Teil-Indikationsgruppe der Mittel bei Morbus Gaucher Typ 1 bedingt. Hier sorgte der gestiegene Verbrauchsanteil vor allem von Eliglustat für den beobachteten Ausgabenrückgang. Einsparungen in Höhe von 4,3 Mio. Euro waren durch die Preiskomponente bedingt und hier vor allem durch das für das Kurzdarmsyndrom zugelassene Teduglutid. Die preisbedingten Einsparungen beruhen ganz überwiegend auf den Rabatten für Wirkstoffe, die die frühe Nutzenbewertung durchlaufen haben.