Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Mitteln aus dem Bereich Ernährung und Stoffwechsel A 16 Andere Mittel für das alimentäre System und den Stoffwechsel Mittel aus dem Bereich Ernährung und Stoffwechsel werden vor allem bei seltenen Stoffwechselerkrankungen eingesetzt. Die Ausgaben der GKV lagen 2019 bei fast 592 Mio. Euro, ein Plus von 14,6 % gegenüber 2018.

Veröffentlicht am: 27.10.20

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

2019 lagen die Ausgaben um 75,4 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Hieran war im Wesentlichen nur die Verbrauchskomponente beteiligt. Die übrigen Komponenten spielen kaum eine Rolle. Da die meisten Teil-Indikationsgruppen lediglich einen Wirkstoff umfassen, ist in der Regel der Verbrauch Treiber der Ausgabenentwicklung.

  • Verbrauchskomponente: Durch die Verbrauchskomponente stiegen die Ausgaben um 69,8 Mio. Euro. Die drei wichtigsten Verursacher waren die Teil-Indikationsgruppen der Mittel bei Morbus Fabry, Lipodystrophie und Hypophosphatasie: Bei diesen drei Teil-Indikationsgruppen trug der steigende Verbrauch jeweils mit über 10 Mio. Euro zum Ausgabenwachstum bei. Bei allen anderen Teil-Indikationsgruppen war diese Komponente erheblich niedriger.
  • Übrige Komponenten: Von den übrigen Komponenten hatte die Therapieansatzkomponente den größten Effekt auf die Ausgabenänderung mit einem Plus von 9,9 Mio. Euro. Dahinter steht die Teil-Indikationsgruppe der Mittel bei Morbus Wilson, in der – bedingt durch die Einführung von Trientin – die Verbrauchsanteile der Chelatbildner massiv angestiegen sind. Die Generikakomponente zeigt außerdem Einsparungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro an. Sie wurden durch das Miglustat-Generikum verursacht, das bei Morbus Gaucher Typ 1 eingesetzt wird.