Ausgaben der GKV für Bluthochdruckmittel C02–C09 Mittel bei Hypertonie

Veröffentlicht am: 18.12.18

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der Mittel zur Behandlung der Hypertonie.
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20132014201520162017
Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System1.430,21.293,11.161,01.189,71.199,7
Betablocker447,8442,9442,0449,0450,8
Diuretika287,9303,5296,7304,7311,5
Mittel bei pulmonal-arterieller Hypertonie191,7251,2271,5282,5279,1
Calciumkanalblocker189,8186,1187,4189,1194,1
Antihypertensiva106,3106,1105,2105,0105,3
Mittel bei Hypertonie gesamt2.653,72.582,92.463,72.519,92.540,6
Differenz zum Vorjahr-131,8-70,8-119,256,120,7
Zuwachsrate-4,7 %-2,7 %-4,6 %2,3 %0,8 %
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

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Die Mittel zur Behandlung der Hypertonie verursachten 2017 Ausgaben in Höhe von insgesamt 2.541 Mio. Euro. Nach Jahren des Ausgabenrückgangs ist seit 2016 wieder ein Anstieg der Ausgaben festzustellen. 2017 erhöhten sich die Ausgaben um knapp 21 Mio. Euro bzw. 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr. In der Vergangenheit waren die Ausgaben trotz steigenden Verbrauchs gesunken. Treibende Kraft waren dabei vor allem die Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System, in der Generikaeinführungen und Preiswettbewerb für Einsparungen sorgten.

2017 gingen allein für die Teil-Indikationsgruppe der Mittel bei pulmonal-arterieller Hypertonie die Ausgaben geringfügig zurück. Für alle anderen Gruppen stiegen die Ausgaben leicht an, selbst wenn ein leicht rückläufiger Verbrauch zu beobachten war, wie z. B. bei den Betablockern oder Diuretika. Diese Effekte sind am wahrscheinlichsten durch Neuausschreibungen von Rabattverträgen bedingt, die zu Änderungen in den Marktanteilen und/oder Rabattbedingungen geführt haben.