Ausgaben der GKV für Bluthochdruckmittel C02–C09 Mittel bei Hypertonie Als Bluthochdruckmittel kommen sehr verschiedene Wirkstoffgruppen zum Einsatz. Sie verursachten 2019 Ausgaben in Höhe von insgesamt 2,6 Mrd. Euro.

Veröffentlicht am: 09.11.20

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der Mittel zur Behandlung der Hypertonie
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20152016201720182019
Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System1.161,01.189,71.198,61.217,31.265,2
Betablocker441,7448,9450,2440,6430,8
Diuretika296,7304,7310,8317,7336,6
Mittel bei pulmonal-arterieller Hypertonie271,8282,6279,0248,5251,7
Calciumkanalblocker187,4189,1193,8192,2198,4
Antihypertensiva105,2105,0105,3105,7109,2
Mittel bei Hypertonie gesamt2.463,72.519,92.540,52.533,82.591,9
Differenz zum Vorjahr-119,256,118,0-15,870,0
Zuwachsrate-4,6 %2,3 %0,7 %-0,6 %2,8 %
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (INSIGHT Health), gemäß Erstattungspreis

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Die Mittel zur Behandlung der Hypertonie verursachten 2019 Ausgaben in Höhe von insgesamt 2.592 Mio. Euro und lagen damit 2,8 % über denen des Vorjahres. In den Jahren vor 2016 waren die Ausgaben trotz steigenden Verbrauchs gesunken. Treibende Kraft waren dabei vor allem die Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System, in der Generikaeinführungen und Preiswettbewerb für Einsparungen sorgten. Seitdem ist die Ausgabentendenz eindeutig wieder steigend.

2018 gingen die Ausgaben der Teil-Indikationsgruppen der Mittel bei pulmonal-arterieller Hypertonie um 11 % zurück, was durch die Einführung von Generika für die Wirkstoffe Bosentan und Tadalafil im Herbst 2017 bedingt ist.