Ausgaben der GKV für Bluthochdruckmittel C02–C09 Mittel bei Hypertonie

Veröffentlicht am: 09.09.17

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der Mittel zur Behandlung der Hypertonie
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20122013201420152016
Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System1.544,91.430,21.293,11.161,01.194,8
Betablocker465,7447,8442,9442,0451,4
Diuretika286,1287,9303,5296,7306,3
Mittel bei pulmonaler Hypertonie175,9191,7251,2271,5282,6
Calciumkanalblocker206,4189,8186,1187,4190,2
Antihypertensiva106,6106,3106,1105,2105,3
Mittel bei Hypertonie gesamt2.785,62.653,72.582,92.463,72.530,6
Differenz zum Vorjahr-335,7-131,8-70,8-119,266,8
Zuwachsrate-10,8 %-4,7 %-2,7 %-4,6 %2,7 %
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

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Die Mittel zur Behandlung der Hypertonie verursachten 2016 Ausgaben in Höhe von insgesamt 2.521 Mio. Euro. Erstmals war nach Jahren des Ausgabenrückgangs wieder ein Anstieg der Ausgaben festzustellen: Die Ausgaben waren um knapp 67 Mio. Euro bzw. 2,7 % höher als im Vorjahr. In der Vergangenheit waren die Ausgaben trotz steigenden Verbrauchs gesunken. Treibende Kraft waren dabei vor allem die Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System, in der Generikaeinführungen und Preiswettbewerb für Einsparungen sorgten.

2016 war für keine der Teil-Indikationsgruppen ein Ausgabenrückgang zu beobachten, trotz des teilweise leicht rückläufigen Verbrauchs – z. B. bei Betablockern oder Diuretika. Diese Effekte wurden am wahrscheinlichsten dadurch verursacht, dass es durch Neuausschreibungen von Rabattverträgen zu Verschiebungen von Marktanteilen bei den Anbietern kam.