Zusatzinformationen zu den Krebsmedikamenten L01 Antineoplastische Mittel

Veröffentlicht am: 21.01.19

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Bei den meisten der Krebsarzneimittel aus der Indikationsgruppe L01 (antineoplastische Arzneimittel), die zwischen 2011 und 2017 neu eingeführt wurden, lag der Umsatz auch Jahre nach Markteinführung noch unter 50 Mio. Euro. Wie die oben stehende Abbildung zeigt, erreichte der Umsatz im ersten Jahr der Markteinführung bei 57 % der Wirkstoffe (insgesamt 56 Wirkstoffe) maximal 5 Mio. Euro. Insgesamt 13 Wirkstoffe befanden sich 2017 im sechsten Jahr der Markteinführung. Für rund 62 % dieser Wirkstoffe lag der Umsatz über 5 Mio. Euro, blieb aber unter 50 Mio. Euro. Rund ein Viertel der Wirkstoffe erreichte im sechsten Jahr der Markteinführung einen Umsatz von maximal 5 Mio. Euro und lediglich knapp 8 % der Wirkstoffe überschritten einen jährlichen Umsatz von 200 Mio. Euro.

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Ein Blick auf die 20 Wirkstoffe, die 2017 den höchsten Umsatz hatten, zeigt, dass unter diesen lediglich drei Arzneimittel gegen Krebs waren: Bevacizumab, Lenalidomid und Trastuzumab; Lenalidomid wird bei Multiplem Myelom eingesetzt und wird als Immunsuppressivum der entsprechenden Indikationsgruppe (L04) zugerechnet. Die genannten drei Krebsmittel lagen 2017 ihrem Umsatz nach auf den Rängen sechs, neun und zehn. Die obersten Ränge eins bis fünf nahmen ein: Wirkstoffe zur Behandlung von rheumatoider Arthritis und anderen Systemerkrankungen (Adalimumab, Etanercept), zur Vorbeugung von Schlaganfall bei Vorhofflimmern (Rivaroxaban, Apixaban) und zur Behandlung bzw. Vorbeugung von Refluxösophagitis und Magenulkus (Pantoprazol).