Ausgaben der GKV für Mittel mit dämpfender Wirkung auf das Zentralnervensystem (Psycholeptika) N05 Psycholeptika

Veröffentlicht am: 21.01.19

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der Psycholeptika
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20132014201520162017
Neuroleptika, Antipsychotika717,9710,9589,9551,8548,8
Anxiolytika, Sedativa131,3132,0129,4125,2123,6
Psycholeptika gesamt849,1842,9719,4676,9672,4
Differenz zum Vorjahr-75,1-6,2-123,6-42,4-4,6
Zuwachsrate-8,1%-0,7%-14,7%-5,9%-0,7%
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

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Für ambulant abgegebene Mittel mit dämpfender Wirkung auf das Zentralnervensystem (Psycholeptika) gab die GKV im Jahr 2017 672,4 Mio. Euro aus, knapp 5 Mio. Euro (bzw. 0,7 %) weniger als im Vorjahr. 2013 lagen die Ausgaben für Psycholeptika noch bei 849,1 Mio. Euro, also 26 % höher als 2017. Rund 82 % der Ausgaben (548,8 Mio. Euro) wurden 2017 durch die Teil-Indikationsgruppe der Neuroletika und Antipsychotika verursacht. Diese Gruppe ist auch hauptverantwortlich für den beobachteten Ausgabenrückgang der letzten Jahre, der Generikaeinführungen und Preiswettbewerb verursacht wurde. Der Markt für Neuroleptika und Antipsychotika ist mittlerweile zu einem Großteil generisch: 81,5 % des Verbrauchs entfielen 2017 auf Generika, und der Wettbewerb entfaltet sich teilweise indirekt über Rabattverträge. Der Anteil des Umsatzes, der unter Rabatt abgegeben wurde, lag 2017 für die Neuroleptika und Antipsychotika bei fast 54 %. Die Ausgaben für Anxiolytika und Sedativa zeigten in den letzten fünf Jahren eine leicht rückläufige Tendenz und betrugen 2017 123,6 Mio. Euro.