Innovationen bei Mitteln mit dämpfender Wirkung auf das Zentralnervensystem (Psycholeptika) N05 Psycholeptika Psycholeptika wirken vor allem dämpfend auf das Zentralnervensystem. Die Ausgaben für Psycholeptika beliefen sich 2019 auf 676,8 Mio. Euro. 61 % Prozent des Verbrauchs an Psycholeptika entfielen auf Neuroleptika.

Veröffentlicht am: 26.06.26

Neueinführungen zwischen 2020 und 2024
JahrWirkstoffTherapieansatzAnwendung
2021LurasidonBenzodiazepin verwandte MittelSchlafstörungen
2022EszopiclonOrexin-Rezeptor-AntagonistenSchlaflosigkeit (Insomnie)
Quelle: IGES, eigene Recherche

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Im Zeitraum zwischen 2020 und 2024 wurden in der Indikationsgruppe der Psycholeptika zwei neue Wirkstoffe eingeführt worden. Bei Eszopiclon handelt es sich um ein sogenanntes Enatiomer des Zopiclons. Zopiclon ist ein Gemisch aus den Enantiomeren Eszopiclon (oder (S)-Zopiclon) und (R)-Zopiclon, die sich sehr ähnlich sind, sich jedoch wie Spiegelbilder zueinander verhalten. Die pharmakologische Wirkung von Zopiclon beruht hauptsächlich auf dem Eszopiclon und wenig oder gar nicht auf (R)-Zopiclon.

Daridorexant ist der erste Vertreter der neuen Wirkstoffklasse der Orexin-Rezeptor-Antagonisten und wird bei Schlaflosigkeit eingesetzt. Im Gegensatz zu anderen schlaffördernden Substanzen wirkt es nicht aktiv sedierend, sondern hemmt im ZNS Systeme, durch die Wachheit gefördert wird. Eine Langzeittherapie ist möglich, ebenso wie abruptes Absetzen und es scheint keine Abhängigkeit einzutreten.