Verbrauch N07 Andere Mittel für das Nervensystem

Veröffentlicht am: 09.09.17

Quelle: IGES-Berechnungen nach AVR (1996 bis 2002) und NVI (Insight Health) ab 2003
Tab. 3Verbrauch von anderen Mitteln für das Nervensystem nach Teil-Indikationsgruppen
ArzneimittelgruppeVerbrauch in Mio. DDD
20062007200820092010201120122013201420152016
Antivertiginosa54,754,456,156,556,658,559,861,464,665,665,8
Parasympathomimetika9,59,810,310,510,911,311,511,812,012,412,6
Mittel bei Opiatabhängigkeit9,310,311,211,610,58,59,310,010,310,712,5
Multiple Sklerose3,45,35,3
Kaliumkanalblocker0,42,93,64,14,44,5
Übrige Teil-Indikationsgruppen4,84,64,94,94,94,54,14,24,44,64,6
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health); ab 2011 incl. Zubereitungen

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Der Verbrauch für Arzneimittel aus der Indikationsgruppe der anderen Mittel für das Nervensystem lag 2016 bei 105,4 Mio. DDD. Im Vergleich zu 2015 war der Verbrauch um 2,5 Mio. DDD gestiegen, was einer Rate von 2,4% entspricht. Das seit 2012 zu beobachtende starke Wachstum hat sich damit wieder etwas beruhigt. Jedem GKV-Versicherten wurden 2016 im Mittel 1,5 DDD aus dieser Indikationsgruppe verordnet, womit diese Arzneimittel zu den selten verordneten gehören.

Den größten Verbrauchsanteil hatten 2016 mit 62% die Antivertiginosa (Mittel gegen Schwindel). Es folgten mit je 12% die Parasympathomimetika und Mittel bei Opiatabhängigkeit. Die seit 2014 in dieser Indikationsgruppe eingegliederte Teil-Indikationsgruppe der Mittel bei Multipler Sklerose (MS; einziger Vertreter Dimethylfumarat) erreichte noch im Jahr der Einführung einen Verbrauch von 3,4 Mio. DDD, der 2015 auf 5,3 Mio. DDD anstieg und 2016 ebenfalls bei 5,3 Mio. DDD lag. (Weitere Arzneimittel zur Therapie der MS sind den Indikationsgruppen der Imunstimulanzien (L03) sowie der Immunsuppressiva (L04) zugeordnet.)

2016 gab es auch in keiner der übrigen Teil-Indikationsgruppen auffällige Verbrauchsentwicklungen. Abgesehen von den Mitteln bei Opiatabhängigkeit mit stärker ausgeprägten Verbrauchswachstum, waren in den anderen Gruppen die Änderungen marginal.