Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Sexualhormonen und verwandten Stoffe G03 Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems Weibliche Sexualhormone und Kontrazeptiva machen 95% des Verbrauchs dieser Indikationsgruppe aus. Davon entfällt der größte Anteil[SJ1.1] an Verbrauch (72%) und Ausgaben (53%) auf weibliche Sexualhormone, die überwiegend bei Wechseljahresbeschwerden zur Anwendung kommen. An zweiter Stelle folgen hormonelle Kontrazeptiva, also Hormonpräparate zur Empfängnisverhütung ("Pille"). Die GKV-Ausgaben für die gesamte Indikationsgruppe steigen seit einigen Jahren und lagen 2024 bei gut 370 Mio. Euro. Beim Verbrauch gab es Veränderungen im Laufe der Jahre: Die Kontrazeptiva haben sich fast halbiert (von rund 405 Mio. DDD im Jahr 2005 auf noch 231 Mio. DDD in 2024). Der Verbrauch weiblicher Sexualhormone ist zwar ebenfalls von 738 Mio. DDD im Jahr 2005 auf minimal 510 Mio. DDD im Jahr 2015 zurückgegangen. In den vergangenen Jahren haben sie aber kräftig zugelegt und lagen 2024 bei über 705 Mio. DDD. Davon waren 540 Mio. DDD reine Estrogene, von denen wiederum ein hoher Anteil (62% des Verbrauchs) in Form vaginaler Applikationsformen abgegeben wurde.

Veröffentlicht am: 15.01.26

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)