Arzneimittel-Atlas: Der Arzneimittelverbrauch in der GKV

Veröffentlicht am: 20.12.18

Der Arzneimittel-Atlas erscheint seit dem Jahr 2006 jährlich und liefert transparente und strukturierte Informationen über die Entwicklung der Arzneimittel-Verordnungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Arzneimittel unterliegen grundsätzlich einem Lebenszyklus wie andere Produkte auch. Dies ist auch ein Ausdruck von Innovationstätigkeit. Im Verlauf eines Lebenszyklus - oder besser Innovationszyklus - ändert sich der Umsatz eines Medikamentes. Dies hat Einfluss auf die Kosten für das Gesundheitssystem als Ganzes. Der Einspieler zeigt das Prinzip der Innovationszyklen.

 

Gesamtmarkt: Welche Faktoren haben die Ausgabenentwicklung bei Arzneimitteln 2019 beeinflusst?

IGES-Berechnungen nach NVI (INSIGHT Health)

Regionaler Arzneimittelverbrauch: Wählen Sie hier eine Region

Der Arzneimittel-Atlas ermöglicht eine regionale Betrachtung auf Ebene der KV-Regionen.
Er zeigt, bei welchen Arzneimittelgruppen der Verbrauch am stärksten gewachsen ist und am stärksten abgenommen hat.

Weitere regionale Informationen finden sich im Bereich »Arzneimittel«. Hier wird für jede Arzneimittelgruppe unter der Rubrik „Landkarte“ der Arzneimittelverbrauch je Versicherten für jede KV-Region berichtet.

Langfristige Entwicklungen bei den Arzneimittelausgaben

Im Vergleich zu den GKV-Leistungsbereichen Ärztliche Behandlung, Krankenhaus und Sonstiges (Heilmittel, Krankengeld, Krankenpflege u.a.) zeigt sich, dass Arzneimittel in den vergangenen zehn Jahren ein unterdurchschnittliches Wachstum aufwiesen. Ihre durchschnittliche jährliche Wachstumsrate lag im Zeitraum 2008 bis 2018 bei 3,1 Prozent und war damit im Vergleich zu den anderen Leistungsbereichen am niedrigsten.

IGES-Berechnungen nach KJ 1 (BMG)

Arzneimittelmarkt nutzenbewerteter Wirkstoffe

Bei den Krebsmedikamenten hat der Umsatzanteil von Präparaten mit einem durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) attestierten Zusatznutzen von 1,1 Prozent (entspricht 32 Mio. Euro) im Jahr 2011 auf 43,5 Prozent (2,4 Mrd. Euro) im Jahr 2018 zugenommen. Der Anteil von bewerteten Wirkstoffen ohne belegten Zusatznutzen am Umsatz ist gering, er lag 2018 bei 4,8 Prozent.

IGES unter Verwendung von Angaben des G-BA (www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung) sowie von NVI-Daten (INSIGHT Health)