Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2024 im Überblick

Veröffentlicht am: 14.01.26

Die Ausgaben der GKV für ambulant abgegebene Arzneimittel lagen im Jahr 2024 nach der amtlichen Statistik des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) bei 55,16 Mrd. Euro. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Wachstumsrate von 10,0%.

Das Wachstumsrate war stark durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) geprägt, das am 11. November 2022 am in Kraft getreten ist und eine Reihe von Maßnahmen zur Stabilisierung der Ausgaben für patentgeschützte Arzneimittel beinhaltet hat. Hier ist insbesondere die befristete Erhöhung des Herstellerabschlags um 5 Prozentpunkte für das Jahr 2023 zu nennen, da diese Maßnahme den unmittelbarsten finanziellen Effekt auf die Arzneimittelausgaben hatte. Die hierdurch für das Jahr 2023 erzielten Einsparungen belaufen sich auf 1,2 Mrd. Euro. Durch das Auslaufen der Maßnahme im Jahr 2024 kam es durch den wieder herabgesetzten Herstellerabschlag im Vergleich zum Vorjahr zu deutlichen Mehrausgaben. Dieser Sondereffekt wird für das laufende Jahr 2025 keine Rolle mehr spielen.

Entsprechend dem Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) müssen seit 2011 alle neu eingeführten Arzneimittel einer Zusatznutzenbewertung unterzogen werden. Im Rahmen dieses Prozesses werden Rabatte auf die Arzneimittel verhandelt, die mittlerweile dämpfend auf die Ausgabenentwicklung wirken. Das Ziel, dadurch jährlich zwei Mrd. Euro einzusparen, wurde erstmals 2018 erreicht. Nach Einschätzung des Arzneimittel-Atlas wurden durch die AMNOG-Verhandlungen 2024 bereits rund 9,5 Milliarden Euro für das GKV-System eingespart. Im Jahr 2023 wurden Einsparungen von 8,6 Milliarden Euro erzielt.

Basis der hier dargestellten Ausgabenentwicklung sind die Berechnungen nach den Angaben der amtlichen Statistik KJ 1 des BMG.