Aktuelle und künftige Entwicklungen bei Mitteln aus dem Bereich Ernährung und Stoffwechsel D11 Andere Dermatika

Veröffentlicht am: 16.01.26

Fazit zu den Entwicklungen bei den anderen Mitteln zur Anwendung auf der Haut (Dermatika)

Für die Indikationsgruppe der Anderen Mittel bei Hauterkrankungen musste die GKV im Jahr 2024 678 Mio. Euro aufwenden. Der Ausgabenanstieg im Vergleich zum Vorjahr betrug rund 159 Mio. Euro bzw. 30,6 %.

  • Ausgabenerhöhung zu 2024 um 158,9 Mio. Euro (Plus von 30,6%).
  • Der Verbrauchsanstieg war am stärksten für die Teil-Indikationsgruppe Atopische Dermatitis, wo ein Anstieg um 24,7% auf 29,7 Mio. DDD festzustellen war. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung waren die IL-Inhibitoren und hier insbesondere das seit 2017 verfügbare Dupilumab.
  • Die Innovationskomponente zeigt für 2024 die zunehmende Verwendung von IL-Inhibitoren zur Behandlung der atopischen Dermatitis und hier besonders von Dupilumab an, wodurch sich 2024 die Ausgaben um rund 40 Mio. Euro erhöhten.
  • Durch die Preiskomponente gingen die Ausgaben um rund 10 Mio. Euro zurück. Dies ist allein auf die Mittel bei atopischer Dermatitis zurückzuführen, bedingt durch Preisverhandlungen infolge von Nutzenbewertungen nach § 35a SGB V.

Ausblick auf künftige Entwicklungen bei den anderen Mitteln zur Anwendung auf der Haut (Dermatika)

  • Die Indikationsgruppe der Anderen Dermatika ist eine Sammelgruppe, deren Ausgabenentwicklung sich bis 2017 unauffällig verhielt. Dies änderte sich mit Einführung des Antikörpers Dupilumab zur Therapie der atopischen Dermatitis im Jahr 2017: Seitdem beschleunigte sich die Ausgabenentwicklung erheblich.
  • Die Erkrankung tritt bei etwa 4 bis 5% der Erwachsenen auf und bei mindestens 7% der Kinder; bei der Hälfte der Patienten ist die Erkrankung im Verlauf moderat bis schwer ausgeprägt. Das heißt, es besteht ein hoher Bedarf an gut wirksamen Mitteln bei atopischer Dermatitis.
  • Da künftig vermutlich weitere innovative Wirkstoffe für die Therapie eingeführt werden und zudem neue Therapieoptionen für weitere Störungen der Haut angeboten werden (etwa bei Vitiligo oder tuberöser Sklerose), ist für die nächsten Jahre von ähnlich hohen Ausgabensteigerungen wie in den letzten Jahren auszugehen.