Aktuelle und künftige Entwicklungen bei Epilepsiemitteln (Antiepileptika) N03 Antiepileptika

Veröffentlicht am: 21.11.19

Fazit

Für die GKV beliefen sich 2018 die Ausgaben für Epilepsiemittel auf 587,9 Mio. Euro. Die Ausgaben waren um 28,7 Mio. Euro bzw. 4,7 % geringer als im Vorjahr.

  • Verbrauch: Der Verbrauch stieg 2018 in der Indikationsgruppe um 13,3 Mio. DDD (3,1 %) auf 443,2 Mio. DDD. Dabei verteilte sich der Verbrauchsanstieg fast gleich auf die beiden größten Teil-Indikationsgruppen, die Mittel bei Epilepsie (6 Mio. DDD) und die Mittel bei neuropathischen Schmerzen (7,2 Mio. DDD). Bei den Mitteln zur Behandlung neuropathischer Schmerzen trug hauptsächlich der Wirkstoff Pregabalin zum Verbrauchsanstieg bei.
  • Innovation: Bei den Epilepsiemitteln wurde in den letzten fünf Jahren ein neuer Wirkstoff eingeführt. Die Analogkomponenten erhöhten die Ausgaben um 14,4 Mio. Euro, was durch Veränderungen von Verbrauchsanteilen in der Teil-Indikationsgruppe der Mittel bei Epilepsie bedingt war. Erklärt werden kann diese u. a. durch die höheren Anteile des neuen Wirkstoffs Brivaracetam.
  • Preis: Die Preiskomponente erhöhte die Ausgaben um 10,2 Mio. Euro, was allein durch die Mittel bei neuropathischen Schmerzen bedingt war. Hier sind Änderungen bei den Rabattvertragskonstellationen, vor allem im Hinblick auf Pregabalin zu vermuten.

Ausblick

Die Entwicklung wurde in der Indikationsgruppe der Epilepsiemittel bis Ende 2014 vor allem durch das enorme Wachstum des Wirkstoffs Pregabalin bestimmt. Mit Einführung von Pregabalin-Generika entwickelte sich zwar der Verbrauch weiterhin stetig nach oben, doch die Ausgaben gingen deutlich zurück.

Das Innovationspotenzial ist aktuell eher als gering einzustufen, und neue Therapieansätze zur Behandlung von epileptischen Schmerzen sind nicht zu erkennen. Daher ist in den nächsten Jahren mit einer stagnierenden oder nur leicht steigenden Ausgabenentwicklung zu rechnen.