Innovationen bei Epilepsiemitteln (Antiepileptika) N03 Antiepileptika Der Verbrauch von Epilepsiemitteln – von denen einige auch in großem Umfang bzw. fast ausschließlich bei neuropathischen Schmerzen eingesetzt werden – ist zwischen 2005 und 2018 stetig von etwa 230 auf 440 definierte Tagesdosen (DDD) gestiegen. Die Ausgaben der GKV für Epilepsiemittel lagen 2014 noch bei 750 Mio. Euro, 2018 dagegen bei 588 Mio. Euro. Ursache für den Rückgang ist, dass für den verbrauchs- und ausgabenstärksten Wirkstoff Pregabalin im Dezember 2014 das Patent abgelaufen ist und seitdem preisgünstige Generika verordnet werden können.

Veröffentlicht am: 21.11.19

Neueinführungen zwischen 2014 und 2018.
JahrWirkstoffTherapieansatzAnwendung*
2016BrivaracetamAndere AntiepileptikaEpileptische Anfälle
Quelle: IGES, eigene Recherche

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In der Indikationsgruppe der Epilepsiemittel wurde in den letzten fünf Jahren ein neuer Wirkstoff eingeführt. Brivaracetam wirkt ähnlich wie Levetiracetam, hemmt also letztlich die Freisetzung von aktivierenden Botenstoffen im ZNS. Der Wirkstoff ist zugelassen als Zusatztherapie bei verschiedenen Anfallsformen.