Innovationen bei Epilepsiemitteln (Antiepileptika) N03 Antiepileptika Der Verbrauch von Epilepsiemitteln – von denen einige auch in großem Umfang bzw. fast ausschließlich bei neuropathischen Schmerzen eingesetzt werden – ist zwischen 2009 und 2019 stetig von etwa 307 Mio. auf 457 Mio. definierte Tagesdosen (DDD) gestiegen. Die Ausgaben der GKV für Epilepsiemittel lagen 2019 bei 577 Mio. Euro.

Veröffentlicht am: 23.03.26

Neueinführungen zwischen 2020 und 2024
JahrWirkstoffTherapieansatzAnwendung*
2021FenfluraminAndere AntiepileptikaDravet-Syndrom, Lennox-Gastaut-Syndrom
2021CenobamatAndere AntiepileptikaEpilepsie
Quelle: IGES, eigene Recherche

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In der Indikationsgruppe der Epilepsiemittel wurden zwischen 2020 und 2024 zwei neue Wirkstoffe eingeführt.

Der Wirkstoff Fenfluramin wurde bereits in den 1960er Jahren entwickelt und war bis 1997 als sogenannter Appetitzügler erhältlich. Seit 2021 ist der Wirkstoff als Orphan Drug als Zusatztherapie zur Behandlung von seltenen kindlichen Epilepsien verfügbar, dem Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gastaut-Syndrom.

Cenobamat wurde zugelassen als Zusatztherapie für Patienten mit fokaler Epilepsie, bei denen eine Vorbehandlung mit mindestens zwei Antiepileptika nicht zu einer ausreichenden Kontrolle der Symptomatik geführt hat.