Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Epilepsiemitteln (Antiepileptika) N03 Antiepileptika Der Verbrauch von Epilepsiemitteln – von denen einige auch in großem Umfang bzw. fast ausschließlich bei neuropathischen Schmerzen eingesetzt werden – ist zwischen 2009 und 2019 stetig von etwa 307 Mio. auf 457 Mio. definierte Tagesdosen (DDD) gestiegen. Die Ausgaben der GKV für Epilepsiemittel lagen 2019 bei 577 Mio. Euro.

Veröffentlicht am: 23.03.26

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

2024 stiegen die Ausgaben für Epilepsiemittel nur um 0,2 Mio. Euro. Zu der beobachteten Ausgabenänderung trugen folgende Komponenten am stärksten bei:

  • Generikakomponente: Diese Komponente sorgte für Einsparungen in Höhe von 10,1 Mio. Euro und war auf die Teil-Indikationsgruppe der Mittel Epilepsie zurückzuführen, wo sich der Verbrauchsanteil von Eslicarbazingenerika erhöhte.
  • Analogkomponente: Durch einen gestiegenen Anteil von höherpreisigen Wirkstoffen wurden Mehrausgaben von 9,1 Mio. Euro verursacht. Für die Mittel bei Epilepsie waren dafür hauptsächlich die Wirkstoffe Cenobamat und Brivaracetam verantwortlich, für die Mittel bei kindlichen Epilepsien das Fenfluramin.
  • Verbrauch: Der gestiegene Verbrauch erhöhte die Ausgaben um 8,9 Mio. Euro. Mit einem Volumen von 5,7 Mio. Euro trugen dazu vor allem die Mittel bei kindlichen Epilepsien bei.