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Ergebnisse der Nutzenbewertung nach dem AMNOG nach Anzahl der Patientengruppen

Veröffentlicht am: 09.12.24

Sowohl in den Dossiers der pharmazeutischen Unternehmer als auch den Beschlüssen des G-BA wird der Zusatznutzen ggf. nach Patientengruppen differenziert betrachtet. Eine Aufteilung der Zielpopulation erfolgt in der Regel dann, wenn die Fachinformation im Abschnitt 4.1 explizit verschiedene Anwendungsgebiete oder Therapieregime – und damit Patientengruppen – nennt und/oder wenn innerhalb eines Anwendungsgebiets verschiedene Vergleichstherapien abhängig von den Patientencharakteristika zu berücksichtigen sind. Außerdem unterscheidet der G-BA in einem Anwendungsgebiet ggf. Teilpopulationen nach unterschiedlicher Prognose oder Krankheitsschwere. Zusätzlich sind weitere Segmentierungen möglich, wenn Subgruppenanalysen Belege oder Hinweise dafür liefern, dass sich der Zusatznutzen in bestimmten Subgruppen von dem in der Gesamtpopulation unterscheidet. Für die hier durchgeführte Analyse wurde die Anzahl der Patientengruppen anhand der G-BA-Beschlüsse kumulativ über alle Verfahren ermittelt. Zu beachten ist, dass die definierten Patientengruppen in verschiedenen Verfahren (z. B. Antidiabetika) identisch definiert sein können. Das heißt, unter Umständen werden Patientenpopulationen mehrfach gezählt, je nachdem, in wie vielen Nutzenbewertungsverfahren sie berücksichtigt wurden.

Die Zahl der jährlich abgeschlossenen Bewertungsverfahren als auch die der dazugehörigen Patientenpopulationen hat bis zum Jahr 2021 konstant zugenommen: von 26 Verfahren mit 41 Patientenpopulationen im Jahr 2012 auf 146 Verfahren mit 221 Patientenpopulationen im Jahr 2021. Der Anstieg beruht auf einer steigenden Zahl von Initialbewertungen sowie einer ebenfalls steigenden Zahl von Neubewertungen bereits bewerteter Wirkstoffe aufgrund von Zulassungserweiterungen sowie nach Befristung. Im Jahr 2023 umfassten die insgesamt 122 Verfahren 171 Populationen.

Der G-BA beschloss auf Ebene von insgesamt 1.601 Patientenpopulationen (bis zum 31. Dezember 2023) für:

  • 10 Wirkstoffe bei insgesamt 14 Patientengruppen (1%) einen erheblichen Zusatznutzen,
  • 177 Patientengruppen (11%) einen beträchtlichen Zusatznutzen,
  • 197 Gruppen (12%) einen geringen Zusatznutzen,
  • 216 der Patientengruppen (14%) einen Zusatznutzen ohne Quantifizierung,
  • 974 Patientenpopulationen (62%) einen nicht belegbaren Zusatznutzen,
  • 6 Patientengruppen einen geringeren Nutzen gegenüber der Vergleichstherapie.

Anzumerken ist, dass im Jahr 2023 der Anteil von Populationen, für die ein Zusatznutzen nicht belegt werden konnte, mit fast 70% am höchsten war.

Created with Highcharts 4.1.4Chart context menuDownloadAnteile der Patientenpopulationen nach Ausmaß des ZusatznutzensAnteile der Patientenpopulationen nach Ausmaß des ZusatznutzensAnteile und Anzahl der Patientenpopulationen nach den genanntenZusatznutzenkategorien entsprechend der Bewertung des G-BA im gesamten Zeitraum 2011–2023. Berücksichtigt wurden die Verfahren, für die vomG-BA ein Beschluss zum Zusatznutzen zwischen dem 1. Januar 2011 und 31. Dezember 2023 veröffentlicht wurde. Insbesondere in derBetrachtungüber den gesamten Zeitraum werden identische oder überschneidende Patientenpopulationen ggf. mehrfach gezäAnteile der Patientenpopulationen nach Ausmaß des ZusatznutzensAnteile und Anzahl der Patientenpopulationen nach den genannten Zusatznutzenkategorien entsprechend der Bewertung des G-BA im gesamten Zeitraum 2011–2023. Berücksichtigt wurden die Verfahren, für die vom G-BA ein Beschluss zum Zusatznutzen zwischen dem 1. Januar 2011 und 31. Dezember 2023 veröffentlicht wurde. Insbesondere in der Betrachtungüber den gesamten Zeitraum werden identische oder überschneidende Patientenpopulationen ggf. mehrfach gezägeringerer Nutzennicht belegtnicht quantifizierbargeringbeträchtlicherheblich2011 bis 2016(n=492)2011 bis 2016 (n=492)2017 (n=95)2018 (n=120)2019 (n=165)2020 (n=127)2021 (n=221)2022 (n=193)2023 (n=171)Gesamt (n=1584)0100
IGES ARA® (https://iges-ara.com/) auf Basis von Angaben des G BA (http://www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung).