Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Bluthochdruckmitteln C02–C09 Mittel bei Hypertonie

Veröffentlicht am: 18.12.18

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Komponenten 2017

2017 stiegen die Ausgaben um 20,7 Mio. Euro. Hieran waren hauptsächlich die folgenden Komponenten beteiligt:

  • Therapieansatzkomponente: Die Therapieansatzkomponente ließ die Ausgaben um 31,0 Mio. Euro steigen. Haupttreiber waren die Mittel mit Auswirkungen auf das Renin-Angiotensin-System, wo die Komponente 24,5 Mio. Euro erreichte. Den wichtigsten Beitrag lieferte in dieser Teil-Indikationsgruppe auch 2017 wieder der 2016 neu eingeführte Therapieansatz Neprilysinhemmer in fester Kombination mit Angiotensin-II-Antagonisten mit dem bislang einzigen Vertreter Sacubitril/Valsartan. Der mittlere Preis je DDD liegt für diesen Therapieansatz um ein Vielfaches höher als für Arzneimittel der übrigen Therapieansätze, die weitgehend generisch sind.
  • Verbrauch: Die Verbrauchskomponente erhöhte die Ausgaben um 28,1 Mio. Euro und damit etwas geringer als im Vorjahr. Die durch die Verbrauchskomponente getriebenen Mehrausgaben wurden von den Mitteln mit Auswirkungen auf das Renin-Angiotensin-System (ACE-Hemmer und AT-II-Antagonisten) und den Mitteln bei pulmonal- arterieller Hypertonie verursacht.
  • Hersteller: Die Herstellerkomponente führte zu Einsparungen von 25,8 Mio. Euro. Tragend für diese Komponente waren in erster Linie die Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System, wo es sehr wahrscheinlich durch Neuausschreibungen von Rabattverträgen zu Änderungen bei den Marktanteilen der Anbieter gekommen ist.

Komponenten 2016

2016 stiegen die Ausgaben mit 56,1 Mio. Euro stärker als 2017. Die wichtigsten Treiber der Entwicklung waren die gleichen wie 2017:

  • Verbrauch: Die Verbrauchskomponente erhöhte die Ausgaben um 43,9 Mio. Euro. Relevante Verbrauchsteigerungen zeigten sich auch 2016 vor allem in den Teil-Indikationsgruppen der Mittel mit Auswirkungen auf das Renin-Angiotensin-System und der Mittel bei pulmonal-arterieller Hypertonie.
  • Therapieansatzkomponente: Die Therapieansatzkomponente ließ die Ausgaben um 26,6 Mio. Euro steigen. Haupttreiber waren die Mittel mit Auswirkungen auf das Renin-Angiotensin-System, wo die Komponente fast 21 Mio. Euro erreichte. Die Ursache war identisch zu der 2017 festgestellten Entwicklung, nämlich ein höherer Verbrauchsanteil des neu eingeführten Therapieansatzes Neprilysinhemmer in fester Kombination mit Angiotensin-II-Antagonisten.
  • Hersteller: Die Herstellerkomponente sorgte 2016 für Einsparungen in Höhe von 26,6 Mio. Euro. Ursächlich sind auch in diesem Jahr am wahrscheinlichsten rabattvertragsbedingte Änderungen von Marktanteilen der Anbieter.