Aktuelle und künftige Entwicklungen bei Lipidsenkern C10 Lipidsenkende Mittel

Veröffentlicht am: 15.01.26

Fazit zu den Entwicklungen bei den Lipidsenkern

Für lipidsenkende Mittel wurden 2024 von der GKV 853,7 Mio. Euro ausgegeben. Dies waren 111,1 Mio. Euro bzw. 15 % mehr als im Vorjahr.

  • Ausgabenerhöhung zu 2023 um 111,1 Mio. Euro (Plus von 15%).
  • Der Verbrauch von Lipidsenkern lag 2024 bei 4,1 Mrd. DDD. Im Vergleich zum Vorjahr ist er um 353 Mio. DDD (9,4%) gestiegen. Das Verbrauchswachstum wird weiterhin von den Statinen getragen, die 2024 einen Verbrauchsanteil von 87% hatten. Der Anteil ist seit 2016 rückläufig, während der Anteil insbesondere der Ezetimib-haltigen Arzneimittel steigt; er lag 2024 bei 10,5%.
  • Das wieder zunehmende Verbrauchswachstum bei Statinen ist einerseits auf die demografische Entwicklung und andererseits auf geänderte Leitlinienempfehlungen zurückzuführen.
  • Unter den innovativen Arzneimitteln, die im Markt verfügbar sind, sind vor allem die 2015 eingeführten PCSK9-Hemmer sowie die 2020 eingeführte Bempedoinsäure relevant, deren höherer Verbrauchsanteil sich in der Therapieansatzkomponente niederschlug. Der Anteil der PCSK9-Hemmer am Verbrauch ist mit 0,4% zu vernachlässigen, der Anteil von Bempedoinsäure liegt bereits bei 0,9%.

Ausblick auf künftige Entwicklungen bei den Lipidsenkern

  • Die Entwicklung der Lipidsenker war über viele Jahre hinweg hauptsächlich durch die alles dominierenden Statine geprägt, aber auch die Ezetemib-haltigen Mittel haben sich etabliert. Neuerungen wie die PCSK9-Hemmer blieben bisher Nischenprodukte.
  • Interessant bleibt die weitere Entwicklung von ACL-Inhibitoren (Bempedoinsäure), die ein den Statinen verwandtes Wirkprinzip aufweisen, doch möglicherweise seltener zu Muskelbeschwerden führen, worauf Studienergebnisse hinweisen.
  • Da der Bedarf für Lipidsenker demografiebedingt weiterhin ansteigen wird, ist für die Zukunft weiterhin mit Ausgabenwachstum zu rechnen.