Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Lipidsenkern C10 Lipidsenkende Mittel Lipidsenker werden bei Patienten mit entsprechender Risikokonstellation eingesetzt, um das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall) zu verhindern. Im Jahr 2019 lagen die Ausgaben der GKV für Lipidsenker bei 576 Mio. Euro.

Veröffentlicht am: 09.11.20

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Die Ausgaben für lipidsenkende Mittel sind 2019 um 31,7 Mio. Euro gesunken. Als wichtigste Komponenten für Ausgabenentwicklung sind zu nennen:

  • Generika: Durch einen höheren Anteil von Generika am Verbrauch wurden die Ausgaben um 51,1 Mio. Euro gemindert. Bedingt ist dies durch Ezetimib-Generika, die seit Mai 2018 verfügbar sind und im Jahr 2019 einen Verbrauchsanteil von rund 63 % erreichten.
  • Verbrauch: Verbrauchsbedingt stiegen 2019 die Ausgaben mit 48,6 Mio. Euro stärker als im Vorjahr.
  • Therapieansatzkomponente: Diese Komponente führte 2019 zu Mehrausgaben von 24,9 Mio. Euro, weil die Verbrauchsanteile der Azetidinone (Ezetimib und Ezetimib-haltige Arzneimittel) und PCSK9-Hemmer sich erhöhten. Die mittleren Kosten je DDD für diese Arzneimittel sind mehrfach höher als für Statine.