Ausgaben der GKV für Brustkrebs- und Prostatakrebsmittel L02 Endokrine Therapie (zytostatische Hormone)

Veröffentlicht am: 09.09.17

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der zytostatischen Hormone
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20122013201420152016
Prostatakrebs266,6382,5484,9545,2582,4
Brustkrebs119,3104,898,191,291,9
Zytostatische Hormone gesamt385,9487,3583,1636,4674,3
Differenz zum Vorjahr-4,8101,495,853,337,9
Zuwachsrate-1,22 %26,28 %19,66 %9,14 %5,96 %
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

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Die Ausgaben für zytostatische Hormone lagen 2016 bei 674 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie um 37,9 Mio. Euro bzw. rund 6 % gestiegen. Der Zuwachs war allein auf die Mittel für Prostatakrebs zurückzuführen.

Den höchsten Anteil an den Ausgaben hatten 2016 mit 86 % die bei Prostatakrebs eingesetzten Mittel, und auch nur für diese war 2016 ein relevanter Ausgabenanstieg festzustellen, nämlich um 37 Mio. auf 582 Mio. Euro. Der Ausgabenzuwachs für diese Teil-Indikationsgruppe war in den Vorjahren deutlich höher und bedingt durch die Etablierung der neuen Wirkstoffe Abirateron und Enzalutamid. In der Teil-Indikationsgruppe der Mittel gegen Brustkrebs gab es 2016 nur einen minimalen Ausgabenzuwachs. In den Vorjahren waren hier sinkende Ausgaben zu beobachten, was durch Generikasubstitution bei den Aromatasehemmern erreicht wurde.