Ausgaben der GKV für Brustkrebs- und Prostatakrebsmittel L02 Endokrine Therapie (zytostatische Hormone)

Veröffentlicht am: 21.01.19

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der zytostatischen Hormone
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20132014201520162017
Prostatakrebs455,0562,3615,0647,6679,0
Brustkrebs104,898,191,291,695,2
Zytostatische Hormone gesamt559,8660,4706,1739,2774,2
Differenz zum Vorjahr101,4100,645,733,035,1
Zuwachsrate22,12%17,97%6,92%4,67%4,75%
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

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Die Ausgaben für zytostatische Hormone lagen 2017 bei 774 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie um 35,1 Mio. Euro bzw. rund 5 % gestiegen. Der Zuwachs war im Wesentlichen auf die Mittel für Prostatakrebs zurückzuführen.

Den höchsten Anteil an den Ausgaben hatten 2017 mit fast 88 % die bei Prostatakrebs eingesetzten Mittel, und auch nur für diese war 2017 ein relevanter Ausgabenanstieg festzustellen, nämlich um 31,5 Mio. auf 679 Mio. Euro. Der Ausgabenzuwachs für diese Teil-Indikationsgruppe war noch 2013 und 2014 deutlich höher und bedingt durch die Etablierung der neuen Wirkstoffe Abirateron und Enzalutamid. In der Teil-Indikationsgruppe der Mittel gegen Brustkrebs gab es 2017 nur einen geringen Ausgabenzuwachs von 3,6 Mio. Euro. Bis 2015 waren hier noch sinkende Ausgaben zu beobachten, was durch Generikasubstitution bei den Aromatasehemmern erreicht wurde.