Ausgaben der GKV für Brustkrebs- und Prostatakrebsmittel L02 Endokrine Therapie (zytostatische Hormone) Die Ausgaben für zytostatische Hormone lagen 2019 bei 916,6 Mio. Euro. Im Vergleich zu 2018 sind sie um 112,0 Mio. Euro bzw. rund 14 % gestiegen. Dies war ausschließlich durch die Mittel für Prostatakrebs bedingt.

Veröffentlicht am: 14.12.20

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der zytostatischen Hormone
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20152016201720182019
Prostatakrebs615,0647,6678,1713,4824,5
Brustkrebs91,291,695,091,292,1
Zytostatische Hormone gesamt706,1739,2773,2804,6916,6
Differenz zum Vorjahr45,733,034,031,5112,0
Zuwachsrate6,9 %4,7 %4,6 %4,1 %13,9 %
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (INSIGHT Health) gemäß Erstattungspreis

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Die Ausgaben für zytostatische Hormone lagen 2019 bei 916,6 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie um 112,0 Mio. Euro bzw. rund 13,9 % gestiegen. Der Zuwachs war allein auf die Mittel für Prostatakrebs zurückzuführen.

Den höchsten Anteil an den Ausgaben hatten 2019 mit 90 % die bei Prostatakrebs eingesetzten Mittel, und auch nur für diese war zwischen 2018 und 2019 ein nennenswerter Ausgabenanstieg festzustellen, nämlich um 111,1 Mio. auf 824,5 Mio. Euro. Der Ausgabenzuwachs für diese Teil-Indikationsgruppe lag 2019 erheblich höher als in den Vorjahren und wurde vor allem durch Abirateron, in geringerem Umfang auch durch Enzalutamid hervorgerufen. In der Teil-Indikationsgruppe der Mittel gegen Brustkrebs stiegen 2019 die Ausgaben geringfügig um 0,8 Mio. Euro.