Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Brustkrebs- und Prostatakrebsmitteln L02 Endokrine Therapie (zytostatische Hormone)

Veröffentlicht am: 21.01.19

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Komponenten 2017

2017 stiegen die Ausgaben für zytostatische Hormone um 35,1 Mio. Euro. dazu trugen die folgenden Komponenten am stärksten bei:

  • Analogkomponente: Auch 2017 bewirkte diese Komponente mit 37,6 Mio. Euro den höchsten Ausgabenanstieg. Hieran waren zum Großteil die Mittel bei Prostatakrebs beteiligt. Wie bereits im Vorjahr ist die Hauptursache der gestiegene Anteil von Enzalutamid.
  • Therapieansatz: Die Therapieansatzkomponente fiel 2017 positiv aus und bewirkte Mehrausgaben von 21,6 Mio. Euro. Hier hat sich der Verbrauchsanteil der CYP17-Inhibitoren (einziger Vertreter bisher: Abirateron) erhöht.
  • Preis: Die Preiskomponente senkte die Ausgaben etwas geringer als im Vorjahr, nämlich um 17,3 Mio. Euro. Auch zu dieser Komponente trug hauptsächlich die Teil-Indikationsgruppe der Mittel bei Prostatakrebs bei. Als eine Ursache kann hier die Situation hinsichtlich individueller Rabattverträge genannt werden: Für einige Wirkstoffe hat sich der Umsatzanteil unter Rabatt erhöht, insbesondere auch für die hochpreisigen Wirkstoffe Abirateron und Enzalutamid.

Komponenten 2016

2016 erhöhten sich die Ausgaben für zytostatische Hormone um 33,0 Mio. Euro. Hieran waren hauptsächlich die folgenden Komponenten beteiligt:

  • Analogkomponente: Durch die Analogkomponente wurden die Ausgaben um 73,1 Mio. Euro erhöht. Zu der Komponente trugen vor allem die Mittel bei Prostatakrebs bei und hier der gestiegene Verbrauchsanteil von Enzalutamid.
  • Preis: Die Preiskomponente führte zu Einsparungen von 29,0 Mio. Euro, vor allem durch die Teil-Indikationsgruppe der Mittel bei Prostatakrebs. Als Ursache sind hier sowohl Ergebnisse aus den Preisverhandlungen im Nachgang der frühen Nutzenbewertung als auch Verschiebungen bedingt durch Rabattvertragsänderungen anzuführen.
  • Therapieansatz: Diese Komponente minderte die Ausgaben um 13,3 Mio. Euro, weil der Verbrauchsanteil der CYP17-Inhibitoren leicht zurückging.