Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Brustkrebs- und Prostatakrebsmitteln L02 Endokrine Therapie (zytostatische Hormone)

Veröffentlicht am: 09.09.17

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Komponenten 2016

2016 erhöhten sich die Ausgaben für zytostatische Hormone um 37,9 Mio. Euro. Hieran waren hauptsächlich die folgenden Komponenten beteiligt:

  • Analogkomponente: Durch die Analogkomponente wurden die Ausgaben um 72,9 Mio. Euro erhöht, also in geringerem Ausmaß als im Vorjahr. Zu der Komponente trugen vor allem die Mittel bei Prostatakrebs bei und hier der gestiegene Verbrauchsanteil von Enzalutamid.
  • Preis: Die Preiskomponente senkte die Ausgaben in ähnlichem Ausmaß wie im Vorjahr, nämlich um 21,5 Mio. Euro. Auch zu dieser Komponente trug hauptsächlich die Teil-Indikationsgruppe der Mittel bei Prostatakrebs bei. Als Ursache können hier sowohl Ergebnisse aus den Preisverhandlungen im Nachgang der frühen Nutzenbewertung als auch Verschiebungen bedingt durch Rabattvertragsänderungen genannt werden.
  • Therapieansatz: Wie schon im Vorjahr bewirkte diese Komponente eine Ausgabenminderung, die allerdings mit 8,6 Mio. Euro deutlich geringer ausfiel als im Vorjahr. Ursächlich ist hier der rückläufige Verbrauchsanteil der CYP17-Inhibitoren (mit dem bislang einzigen Vertreter Abirateron) zu nennen.

Komponenten 2015

2015 lagen die Mehrausgaben bei 53,3 Mio. Euro. Verantwortlich dafür waren die gleichen Komponenten wie 2016:

  • Analogkomponente: Diese Komponente steigerte die Ausgaben um 91,3 Mio. Euro und wurde fast ausschließlich von der Teil-Indikationsgruppe der Mittel bei Prostatakrebs hervorgerufen. Als Ursache ist auch für 2015 der höhere Verbrauchsanteil von Enzalutamid zu nennen.
  • Preis: Die Preiskomponente reduzierte die Ausgaben um 19,9 Mio. Euro. Neben Preisrückgängen bei den generischen älteren Wirkstoffen spielten hier auch in nicht geringem Ausmaß die Ergebnisse von Preisverhandlungen nach der Nutzenbewertung eine Rolle.
  • Therapieansatz: Auch 2015 war diese Komponente durch einen gesunkenen Verbrauchsanteil der CYP17-Inhibitoren bedingt, wodurch die Ausgaben um 14,6 Mio. Euro zurückgingen.