Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Brustkrebs- und Prostatakrebsmitteln L02 Endokrine Therapie (zytostatische Hormone) Die Ausgaben für zytostatische Hormone lagen 2019 bei 916,6 Mio. Euro. Im Vergleich zu 2018 sind sie um 112,0 Mio. Euro bzw. rund 14 % gestiegen. Dies war ausschließlich durch die Mittel für Prostatakrebs bedingt.

Veröffentlicht am: 14.12.20

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

2019 stiegen die Ausgaben für zytostatische Hormone um 112,0 Mio. Euro. Dazu trugen die folgenden Komponenten am stärksten bei:

  • Analogkomponente: 2019 bewirkte diese Komponente mit 57,8 Mio. Euro einen erheblich höheren Ausgabenanstieg als 2018. Hieran waren zum Großteil die Mittel bei Prostatakrebs beteiligt, wo sich der Anteil von Abirateron wie bereits im Vorjahr erhöhte.
  • Therapieansatz: Die Therapieansatzkomponente erhöhte 2019 die Ausgaben um 37,4 Mio. Euro. Sie ist Indikator für den höheren Verbrauchsanteil der CYP17-Inhibitoren mit dem einzigen Vertreter Abirateron.
  • Verbrauch: Durch höheren Verbrauch im Wesentlichen von Mitteln aus der Teil-Indikationsgruppe der Prostatamittel stiegen 2019 die Ausgaben um 19,5 Mio. Euro. Hierhinter steht der Verbrauchsanstieg von Abirateron und Enzalutamid sowie von Leuprorelin, das häufig als Kombinationspartner von Abirateron bzw. Enzalutamid eingesetzt wird.