Ausgaben der GKV für Mittel zur Anregung des Immunsystems L03 Immunstimulanzien

Veröffentlicht am: 09.09.17

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der Immunstimulanzien
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20122013201420152016
Multiple Sklerose896,8847,3815,2768,6756,0
Koloniestimulierende Faktoren159,0166,0191,0189,6188,3
Interferone alpha93,562,541,422,319,5
Übrige Teil-Indikationsgruppen9,08,67,19,19,4
Immunstimulanzien gesamt1.158,31.084,51.054,7989,5973,1
Differenz zum Vorjahr22,9-73,8-29,8-65,2-16,4
Zuwachsrate2,0 %-6,4 %-2,7 %-6,2 %-1,7 %
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

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Die Ausgaben für Immunstimulanzien erreichten 2016 973 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Ausgabenrückgang von 16,4 Mio. Euro bzw. 1,7 %. Damit setzte sich der seit 2013 zu beobachtende Ausgabenrückgang auch 2016 nochmals fort.

Die sinkenden Ausgaben wurden vor allem durch die Mittel bei Multipler Sklerose (MS) verursacht. Auf diese Arzneimittel entfiel 2016 mit 756 Mio. Euro der größte Teil der Ausgaben, nämlich 78 %. Seit 2014 geht der Verbrauch von Beta-Interferonen zurück mit entsprechenden Folgen für die Ausgaben in dieser Indikationsgruppe. An anderer Stelle – den Immunstimulanzien (L04) und den anderen Mitteln für das Nervensystem (N07) – sind dagegen die Ausgaben für die dort klassifizierten MS-Mittel gestiegen.

Der Ausgabenrückgang für Interferone alpha steht im Zusammenhang mit Einführung der neuen Arzneimittel zur Therapie der Hepatitis C, wodurch der Bedarf für Alpha-Interferone deutlich zurückgegangen ist (siehe dazu auch die Indikationsgruppe der antiviralen Mittel [J05]).