Ausgaben der GKV für Mittel zur Anregung des Immunsystems L03 Immunstimulanzien

Veröffentlicht am: 21.01.19

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der Immunstimulanzien
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20132014201520162017
Multiple Sklerose847,3815,2768,6752,5713,0
Koloniestimulierende Faktoren166,0191,0189,6187,9163,6
Interferone alpha62,541,422,319,416,7
Übrige Teil-Indikationsgruppen8,67,19,19,410,0
Immunstimulanzien gesamt1084,51054,7989,5969,3903,3
Differenz zum Vorjahr-73,8-29,8-65,2-20,3-66,0
Zuwachsrate-6,4%-2,7%-6,2%-2,0%-6,8%
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

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Die Ausgaben für Immunstimulanzien erreichten 2017 903,3 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Ausgabenrückgang von 66,0 Mio. Euro bzw. 6,8 %. Damit setzte sich der seit 2013 zu beobachtende Ausgabenrückgang auch 2016 weiter fort.

Die sinkenden Ausgaben wurden vor allem durch die Mittel bei Multipler Sklerose (MS) verursacht. Auf diese Arzneimittel entfiel 2017 mit 713 Mio. Euro der größte Teil der Ausgaben, nämlich 79 %. Seit 2014 geht der Verbrauch von Beta-Interferonen zurück mit entsprechenden Folgen für die Ausgaben in dieser Indikationsgruppe. An anderer Stelle – den Immunsuppressiva (L04) und den anderen Mitteln für das Nervensystem (N07) – sind dagegen die Ausgaben für die dort klassifizierten MS-Mittel gestiegen.

Der Ausgabenrückgang für Interferone alpha steht im Zusammenhang mit Einführung der neuen Arzneimittel zur Therapie der Hepatitis C, wodurch der Bedarf für Alpha-Interferone deutlich zurückgegangen ist (siehe dazu auch die Indikationsgruppe der antiviralen Mittel [J05]).