Ausgaben der GKV für Mittel zur Anwendung am Auge S01 Ophthalmika

Veröffentlicht am: 15.09.17

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der Ophthalmika
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20122013201420152016
Mittel bei Makuladegeneration52,065,8133,0325,8403,6
Glaukommittel255,5261,2279,5280,9277,6
Entzündungshemmende Mittel69,875,682,893,0103,7
Mittel gegen bakterielle Infektionen45,850,049,548,147,7
Andere Ophthalmika4,34,64,96,816,1
Übrige Teil-Indikationsgruppen14,515,215,917,516,7
Ophthalmika gesamt441,9472,4565,6772,0865,3
Differenz zum Vorjahr1,130,593,3206,493,3
Zuwachsrate0,3 %6,9 %19,7 %36,5 %12,1 %
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

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Die Ausgaben der GKV für Ophthalmika erreichten 2016 865,3 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr waren die Ausgaben um 93,3 Mio. DDD gestiegen. Die Wachstumsrate lag somit bei 12,1 %. Der Ausgabenzuwachs war 2015 mit 206,4 Mio. Euro (36,5 %) deutlich höher.

Die Ausgaben wurden 2016 zu 47 % von den Mitteln bei Makuladegeneration verursacht. Sie trugen seit 2014 auch am stärksten zu dem beobachteten Ausgabenanstieg bei, und das Ausgabenvolumen für diese Arzneimittel lag 2016 bei knapp 404 Mio. Euro, 24 % mehr als im Vorjahr.

Auffällig war außerdem, dass in der Teil-Indikationsgruppe der anderen Ophthalmika die Ausgaben 2016 sich mehr als verdoppelten und auf 16,1 Mio. Euro kletterten. Wichtigster Treiber dieser Entwicklung war das 2015 eingeführte Idebenon, das bei der Leberschen hereditären Optikusneuropathie (LHON) eingesetzt wird, einer sehr seltenen Erkrankung, die zur Erblindung führen kann.