Ausgaben der GKV für Mittel zur Anwendung am Auge S01 Ophthalmika

Veröffentlicht am: 22.03.19

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der Ophthalmika
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20132014201520162017
Mittel bei Makuladegeneration65,8133,0325,8401,7435,0
Glaukommittel261,2279,5280,9276,7262,6
Entzündungshemmende Mittel75,682,893,0103,6108,2
Mittel gegen bakterielle Infektionen50,049,548,147,646,7
Andere Ophthalmika4,64,96,815,115,9
Übrige Teil-Indikationsgruppen15,215,917,516,717,2
Ophthalmika gesamt472,4565,6772,0861,4885,6
Differenz zum Vorjahr30,593,3206,489,424,2
Zuwachsrate6,9%19,7%36,5%11,6%2,8%
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

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Die Ausgaben der GKV für Ophthalmika erreichten 2017 885,6 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr waren die Ausgaben um 24,2 Mio. DDD gestiegen. Die Wachstumsrate lag somit bei 2,8 %. Der Ausgabenzuwachs war in den vergangenen Jahren und insbesondere 2015 mit 206,4 Mio. Euro (36,5 %) deutlich höher.

Die Ausgaben wurden 2017 zu 49 % von den Mitteln bei Makuladegeneration verursacht. Sie trugen seit 2014 auch am stärksten zu dem beobachteten Ausgabenanstieg bei, und das Ausgabenvolumen für diese Arzneimittel lag 2017 bei 435 Mio. Euro. Der Ausgabenzuwachs für die Mittel bei Makuladegeneration war lag 2017 bei 33 Mio. Euro (8 %) und war damit deutlich geringer als in den vergangenen Jahren.

Auffällig war außerdem, dass in der Teil-Indikationsgruppe der anderen Ophthalmika die Ausgaben 2016 sich mehr als verdoppelten und auf 16,7 Mio. Euro kletterten. Wichtigster Treiber dieser Entwicklung war das 2015 eingeführte Idebenon, das bei der Leberschen hereditären Optikusneuropathie (LHON) eingesetzt wird, einer sehr seltenen Erkrankung, die zur Erblindung führen kann. 2017 erhöhten sich die Ausgaben für andere Ophthalmika jedoch nur noch um 0,8 Mio. Euro. Die Einführung weiterer neuer Teil-Indikationsgruppen (Mittel bei vitreomakulärer Adhäsion, Mittel bei Cystinose, Mittel bei neurotropher Keratitis) bildet sich in der Ausgabenentwicklung kaum nicht ab.