Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Mitteln zur Anwendung am Auge S01 Ophthalmika

Veröffentlicht am: 22.03.19

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Komponenten 2017

Die Ausgaben für Ophthalmika stiegen 2017 um 24,2 Mio. Euro. Die wichtigsten Komponenten dieser Entwicklung waren:

  • Verbrauch: Der gestiegene Verbrauch erhöhte die Ausgaben um 36,2 Mio. Euro und war somit auch 2017 der wesentliche Treiber der Ausgabenentwicklung, allerdings erheblich schwächer ausgeprägt als im Vorjahr. Den größten Beitrag leisteten die Mittel bei Makuladegeneration mit 29,9 Mio. Euro. Zurückzuführen war der Anstieg auf den erheblich gestiegenen Verbrauch von Aflibercept (8,6 % Zuwachs im Vergleich zu 2016) und Ranibizumab (5,2 % Zuwachs im Vergleich zu 2016).
  • Wirkstärkekomponente: Durch die Wirkstärkekomponente kam es zu Mehrausgaben von 7,3 Mio. Euro. Dieser Effekt wurde hauptsächlich durch veränderte Verbrauchsanteile unterschiedlicher Wirkstärken bei den entzündungshemmenden Mittel verursacht.
  • Generikakomponente: Durch höhere Verbrauchsanteile von Generika bei den Glaukommitteln wurden 2017 8,2 Mio. Euro eingespart. Zu nennen sind hier neuere Generika (Brinzolamid, Bimatoprost, Timolol und Travoprost).

Komponenten 2016

2016 betrugen die Mehrausgaben 89,4 Mio. Euro. Diese Entwicklung war auf folgende Komponenten zurückzuführen:

  • Verbrauch: Verbrauchsbedingt stiegen die Ausgaben um 89,1 Mio. Euro, was im Wesentlichen durch die Mittel bei Makuladegeneration mit einer Verbrauchskomponente von 81 Mio. Euro bedingt war.
  • Wirkstärkekomponente: Diese Komponente erhöhte die Ausgaben um 9,8 Mio. Euro und wurde wie 2017 durch die entzündungshemmenden Mittel verursacht.
  • Herstellerkomponente: Durch Verschiebungen bei den Anteilen verschiedener Hersteller von einzelnen Wirkstoffen konnten 5,5 Mio. Euro eingespart werden. Den Haupteffekt hatten bei dieser Komponente die Glaukommittel.