Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Mitteln zur Anwendung am Auge S01 Ophthalmika

Veröffentlicht am: 15.09.17

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Komponenten 2016

Die Ausgaben für Ophthalmika stiegen 2016 um 93,3 Mio. Euro. Die wichtigsten Komponenten dieser Entwicklung waren:

  • Verbrauch: Der gestiegene Verbrauch erhöhte die Ausgaben um 89,3 Mio. Euro und war somit der wesentliche Treiber der Ausgabenentwicklung, allerdings erheblich schwächer ausgeprägt als im Vorjahr. Den größten Beitrag leisteten die Mittel bei Makuladegeneration mit 81 Mio. Euro. Zurückzuführen war der Anstieg auf den erheblich gestiegenen Verbrauch von Aflibercept (32 % Zuwachs im Vergleich zu 2015) und Ranibizumab (14 % Zuwachs im Vergleich zu 2015).
  • Wirkstärkekomponente: Durch die Wirkstärkekomponente kam es zu Mehrausgaben von 9,8 Mio. Euro. Dieser Effekt wurde hauptsächlich durch veränderte Verbrauchsanteile unterschiedlicher Wirkstärken bei den entzündungshemmenden Mittel verursacht.
  • Analogkomponente: Über alle Teil-Indikationsgruppen hinweg führte die Analogkomponente zu Einsparungen von 4,0 Mio. Euro. Bei näherer Betrachtung der Teil-Indikationsgruppen findet sich jedoch bei den Mitteln zur Behandlung der Makuladegeneration ein Einspareffekt von 10,7 Mio. Euro, der jedoch durch die Aufsummierung der Analogkomponenten aller Teil-Indikationsgruppen überdeckt wird. Wie bereits im Vorjahr erhöhte sich erneut der Verbrauchsanteil von Aflibercept. Der mittlere Preis je DDD liegt für diesen 2012 eingeführten Wirkstoff unter dem von Ranibizumab, dem zweiten führenden Wirkstoff der Mittel bei Makuladegeneration.

Komponenten 2015

2015 betrugen die Mehrausgaben 206,4 Mio. Euro. Diese Entwicklung war auf folgende Komponenten zurückzuführen:

  • Verbrauch: Die Verbrauchskomponente erhöhte die Ausgaben um rund 219 Mio. Euro und erklärt damit den Ausgabenanstieg weitestgehend. Von den zahlreichen Teil-Indikationsgruppen trug die der Mittel bei Makuladegeneration mit knapp 207 Mio. Euro am stärksten zu dem Ausgabenanstieg bei. Auch 2015 war der Verbrauchsanstieg von Aflibercept und Ranibizumab Ursache der Entwicklung.
  • Analogkomponente: Die Analogkomponente dämpfte den Ausgabenanstieg um knapp 14 Mio. Euro. Als Ursache ist hier der – wie auch 2016 – höhere Verbrauchsanteil von Aflibercept zu nennen.