Aktuelle und künftige Entwicklungen bei Mitteln zur Anwendung am Auge S01 Ophthalmika

Veröffentlicht am: 26.06.26

Fazit der Entwicklungen bei Mitteln zur Anwendung am Auge

Von der GKV wurden 2024 für Ophthalmika 1.380,7 Mio. Euro ausgegeben. Die Ausgaben lagen damit um 108,2 Mio. Euro (8,5 %) höher als im Vorjahr.

  • Verbrauch: Der Verbrauch von Ophthalmika lag 2024 bei rund 924 Mio. DDD. Gegenüber 2023 bedeutete dies einen Anstieg um fast 23 Mio. DDD bzw. 2,5 %. Das Wachstum war ähnlich stark wie 2023 bedingt insbesondere durch höheren Verbrauch verschiedener Teil-Indikationsgruppen.
  • Den höchsten Beitrag zum Verbrauchsanstieg leisteten in den letzten drei Jahren die Antiinfektiva (hauptsächlich Antibiotika) gefolgt von den Mitteln gegen Makuladegeneration.
  • Den höchsten Anteil an den Ausgaben hatten die Mittel bei Makuladegeneration mit 59%. Mit einem Plus von rund 85 Mio. Euro trugen sie auch am stärksten zum Ausgabenwachstum bei.

Ausblick auf künftige Entwicklungen bei Mitteln zur Anwendung am Auge

  • Die Ophthalmika zeigen – mit Ausnahme eines Einbruchs während der COVID-19-Pandemie – seit etwa 2011 ein stetiges Verbrauchswachstum, das sich auch künftig ähnlich entwickeln wird, da der Bedarf an Mitteln bei Glaukom und altersbedingter Makuladegeneration weiter steigen wird.
  • Durch Neuerungen bei den Mitteln bei Makuladegeneration sind weitere Ausgabensteigerungen zu erwarten.
  • Weiter erwähnenswerte Innovationen sind Mittel bei seltenen Erkrankungen, bspw. bei erblicher Netzhautdystrophie oder neurotroper Keratitis.
  • Aufgrund des anhaltenden Verbrauchsanstiegs ist weiterhin mit steigenden Ausgaben zu rechnen, insbesondere durch die bei altersbedingter Makuladegeneration eingesetzten Biologika.