Fokusthema: Innovationszyklen im Arzneimittelmarkt

Veröffentlicht am: 20.12.18

In der öffentlichen und politischen Debatte wird der Arzneimittelmarkt als ein Ausgabenbereich des Gesundheitswesens wahrgenommen, welcher einem stetigen Ausgaben- und Verbrauchswachstum unterliegt. Zwischen 2003 und 2017 sind die Arzneimittelausgaben in Deutschland von 23.416 Mio. Euro auf 37.703 Mio. Euro angestiegen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 3,5 % entspricht (IGES-Berechnungen nach KJ 1). Diese Entwicklung geht einher mit Fragen der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. Sie soll im folgenden Kapitel differenziert betrachtet werden.

Das diesjährige Fokusthema des Arzneimittel-Atlas befasst sich daher mit Innovationszyklen von Medikamenten und somit den Ursachen der Ausgabenentwicklung. Medikamente unterliegen grundsätzlich einem Lebenszyklus wie andere Produkte auch. Der Umsatz ändert sich mit dem Lebenszyklus und hat somit auch Einfluss auf die Kosten für das Gesundheitssystem als Ganzes. Die Lebenszyklen von Arzneimitteln, wie auch diejenigen vieler anderer Produkte, sind immer auch Ausdruck von Innovation. Daher wird an dieser Stelle auch der Begriff Innovationszyklen verwendet.

Dieses Fokusthema des Arzneimittel-Atlas bietet eine grundlegende Einführung in das Thema und liefert das theoretische Fundament, um eine differenzierte Einordnung der Innovationszyklen vornehmen zu können (Stand 2017). Somit kann deren Einfluss auf die Arzneimittelausgaben in den hier dargestellten Abschnitten des Fokusthemas bewertet werden.