Aktuelle und künftige Entwicklungen bei Mitteln aus dem Bereich Ernährung und Stoffwechsel A 16 Andere Mittel für das alimentäre System und den Stoffwechsel Mittel aus dem Bereich Ernährung und Stoffwechsel werden vor allem bei seltenen Stoffwechselerkrankungen eingesetzt. Die Ausgaben der GKV lagen 2024 bei rund 704 Mio. Euro, ein Rückgang von 1,2% gegenüber 2023.

Veröffentlicht am: 15.01.26

Fazit zu den Entwicklungen bei den Mitteln aus dem Bereich Ernährung und Stoffwechsel

  • Ausgabenrückgang um 8,5 Mio. Euro (Minus von 1,2%).
  • Das Verbrauchsplus war 2024 mit 0,3% sehr gering. Am stärksten stieg der Verbrauch in den Teil-Indikationsgruppen der Mittel bei Alfa-Mannosidose und LAL-Mangel (Lysosomaler Saurer Lipase-Mangel), nämlich um 41,7% bzw. 32,2% gegenüber 2023).
  • Auffälliger Verbrauchsrückgang für Mittel u.a. bei Mucopolysaccharidose Typ 1 und Typ 2 sowie bei Hutchinson-Gilford-Progerie (um 54,5%, 35,1% bzw. 39,9%)
  • Innovationen spiegeln sich in der Indikationsgruppe fast ausschließlich in der Verbrauchskomponente wider. Die meisten neuen Arzneimittel stellen erstmalige medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten für seltene Erkrankungen dar. Substitutionseffekte sind selten.

Ausblick auf künftige Entwicklungen bei Mitteln aus dem Bereich Ernährung und Stoffwechsel

  • Verbrauch und Ausgaben sind in den vergangenen Jahren in der Regel stetig gestiegen.
  • Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren so fortsetzt, weil weiterhin neue Arzneimittel eingeführt werden, die erstmals die medikamentöse Therapie seltener Erkrankungen des Stoffwechsels ermöglichen.
  • Zwar stehen einige wenige Generika zur Verfügung, die jedoch kaum Wirkung entfalten, weil die Umsatzvolumina der Wirkstoffe insgesamt vergleichsweise gering sind und die Marktdurchdringung sehr schleppend verläuft.