Ausgaben der GKV für Diabetesmittel A10 Antidiabetika Zu Diabetesmitteln gehören unterschiedliche Arzneimittel, die entweder die Insulinfreisetzung erhöhen oder durch andere Mechanismen den Blutzucker senken. Die Ausgaben der GKV für Antidiabetika lagen 2019 bei 2,2 Mrd. Euro.

Veröffentlicht am: 27.10.20

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe Antidiabetika
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20152016201720182019
Andere Antidiabetika879,4938,41.009,21.077,81.208,3
Insuline1.022,41.022,71.035,91.019,7994,9
Antidiabetika gesamt1.901,71.961,12.045,12.097,62.203,2
Differenz zum Vorjahr111,759,484,052,4105,7
Zuwachsrate6,2 %3,1 %4,3 %2,6 %5,0 %
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (INSIGHT Health), gemäß Erstattungspreis

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Die Ausgaben für Antidiabetika lagen 2019 bei 2.203 Mio. Euro. Die Zuwachsrate bezogen auf das Vorjahr betrug 5,0 % und lag höher als im Vorjahr mit 2,6 %. Der Anteil der Insuline an den Ausgaben ist im betrachteten Zeitraum kontinuierlich von 53,8 % auf 45,2 % zurückgegangen. Die Ausgaben für andere Antidiabetika (Mittel bei Typ-2-Diabetes) lagen im betrachteten Zeitraum 2018 erstmals höher als für Insuline.

Die Ausgabenentwicklung in den Teil-Indikationsgruppen verlief in den letzten fünf Jahren unterschiedlich. Für die Insuline stiegen die Ausgaben bis 2017 geringfügig an und gingen seitdem zurück. Die anderen Antidiabetika zeigten dagegen jährliche Wachstumsraten zwischen 7 % und 12 %, und im Vergleich zu 2015 lagen die Ausgaben 2019 um 37 % höher. Bei den anderen Antidiabetika ist der Ausgabenanstieg sowohl auf strukturelle Ursachen zurückzuführen, insbesondere den stetig steigenden Verbrauchsanteil von neuen Therapieansätzen, als auch auf einen gestiegenen Verbrauch.