Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Diabetesmitteln A10 Antidiabetika Zu Diabetesmitteln gehören unterschiedliche Arzneimittel, die entweder die Insulinfreisetzung erhöhen oder durch andere Mechanismen den Blutzucker senken. Die Ausgaben der GKV für Antidiabetika lagen 2019 bei 2,2 Mrd. Euro.

Veröffentlicht am: 27.10.20

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Der Ausgabenzuwachs war 2019 mit rund 106 Mio. Euro deutlich höher als im Vorjahr. Deutliche Unterschiede zeigten sich in der Verbrauchs- und der Preiskomponente. Treibende Komponenten waren vor allem:

  • Therapieansatzkomponente: Durch Anteilsveränderungen zwischen den Therapieansätzen wurden 2019 die Ausgaben um 96,0 Mio. Euro erhöht, was vor allem durch die Teil-Indikationsgruppe der Anderen Antidiabetika (Antidiabetika, die nur bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden) bedingt war. Ursächlich sind hier die gestiegenen Verbrauchsanteile insbesondere von SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Rezeptor-Agonisten zu nennen.
  • Verbrauchskomponente: Bei der Verbrauchskomponente zeigen die beiden Teilindikationsgruppen in unterschiedliche Richtungen: Durch den rückläufigen Verbrauch verringerten sich bei den Insulinen die Ausgaben um 15,1 Mio. Euro, bei den anderen Antidiabetika stiegen sie dagegen um 50,1 Mio. Euro. In Summe resultiert daraus eine Verbrauchskomponente von 34,9 Mio. Euro für die Antidiabetika.
  • Preiskomponente: Die Einsparungen durch die Preiskomponente waren 2019 mit 28,3 Mio. Euro niedriger als 2018 mit 51,9 Mio. Euro. Dazu trug 2019 die Teil-Indikationsgruppe der Anderen Antidiabetika mit 18,8 Mio. Euro stärker bei als die Insuline mit 9,5 Mio. Euro. Die Einsparungen sind zum großen Teil durch die Preisverhandlungen infolge der Nutzenbewertung nach § 35a SGB V bedingt.