Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Diabetesmitteln A10 Antidiabetika Zu Diabetesmitteln gehören unterschiedliche Arzneimittel, die entweder die Insulinfreisetzung erhöhen oder durch andere Mechanismen den Blutzucker senken. Die Ausgaben der GKV für Antidiabetika lagen 2020 bei 2,38 Mrd. Euro.

Veröffentlicht am: 27.10.21

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Der Ausgabenzuwachs war 2020 mit rund 181 Mio. Euro erheblich höher als im Vorjahr. Deutliche Unterschiede zeigten sich in der Verbrauchs- und der Preiskomponente. Treibende Komponenten waren vor allem:

  • Therapieansatzkomponente: Durch Anteilsveränderungen zwischen den Therapieansätzen wurden die Ausgaben sowohl 2019 als auch 2020 um rund 96 Mio. Euro erhöht, was vor allem durch die Teil-Indikationsgruppe der Anderen Antidiabetika (Antidiabetika, die nur bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden) bedingt war. Ursächlich sind hier die gestiegenen Verbrauchsanteile insbesondere von SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Rezeptor-Agonisten zu nennen.
  • Verbrauchskomponente: Bei der Verbrauchskomponente zeigen die beiden Teilindikationsgruppen in unterschiedliche Richtungen: Durch den rückläufigen Verbrauch verringerten sich bei den Insulinen die Ausgaben um rund 5 Mio. Euro, bei den Anderen Antidiabetika stiegen sie dagegen um 73,8 Mio. Euro. In Summe resultiert daraus eine Verbrauchskomponente von 68,9 Mio. Euro für die Antidiabetika.
  • Preiskomponente: Die Preiskomponente führte 2020 zu einer Erhöhung der Ausgaben um 10,2 Mio. Euro, während sie 2019 Einsparungen von 34 Mio. Euro anzeigte. Die Einsparungen 2019 waren zum großen Teil durch die Preisverhandlungen infolge der Nutzenbewertung nach § 35a SGB V bedingt.