Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Diabetesmitteln A10 Antidiabetika Zu Diabetesmitteln gehören unterschiedliche Arzneimittel, die entweder die Insulinfreisetzung erhöhen oder durch andere Mechanismen den Blutzucker senken. Die Ausgaben der GKV für Antidiabetika lagen 2024 bei 3,70 Mrd. Euro.

Veröffentlicht am: 15.01.26

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

2024 erhöhten sich die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 584,5 Mio. Euro.
Dazu trugen diese Komponenten mit folgenden Ausgabenänderungen bei:

  • Therapieansatzkomponente: Durch Anteilsveränderungen zwischen den neueren Therapieansätzen wurden die Ausgaben um 394 Mio. Euro erhöht, was durch ge-stiegene Verbrauchsanteile der Anderen Antidiabetika (insbesondere von SGLT2-Inhibitoren (Gliflozine) und GLP-1- Rezeptor-Agonisten (Glutide) bedingt war.
  • Verbrauchskomponente: Durch Mehrverbrauch wurden die Ausgaben um 159 Mio. Euro erhöht. Allerdings gab es zwei Entwicklungen: Verbrauchsrückgang bei den Insulinen verringerte die Ausgaben um rund 18 Mio. Euro, während Ver-brauchszunahme bei den Anderen Antidiabetika die Ausgaben um rund 177 Mio. Euro erhöhte. Verantwortlich waren auch hier die SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Rezeptor-Agonisten.
  • Preiskomponente: Die Preiskomponente führte 2024 zu einer Erhöhung der Ausgaben um 134 Mio. Euro. Dieser Anstieg verteilte sich auf Insuline und Andere Antidiabetika etwa gleichmäßig und ging in erster Linie auf die die Senkung des im Jahr 2023 temporär höheren Herstellerabschlags zurück.