Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Diabetesmitteln A10 Antidiabetika

Veröffentlicht am: 05.12.18

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Komponenten 2017

Der Ausgabenzuwachs war 2017 mit rund 85 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Treibende Komponenten waren vor allem:

  • Therapieansatzkomponente: Durch Anteilsveränderungen zwischen den Therapieansätzen wurden die Ausgaben um 78,2 Mio. Euro erhöht, was vor allem durch die Teil-Indikationsgruppe der anderen Antidiabetika bedingt war. Ursächlich sind hier die gestiegenen Verbrauchsanteile insbesondere von SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Rezeptor-Antagonisten zu nennen.
  • Verbrauch: Auch die Verbrauchskomponente wurde im Wesentlichen durch die Teil-Indikationsgruppe der anderen Antidiabetika getrieben. Der gestiegene Verbrauch von Antidiabetika führte zu Mehrausgaben von 17,1 Mio. Euro.
  • Preiskomponente: Für die Indikationsgruppe insgesamt zeigt die Preiskomponente nur einen minimalen Ausgabenrückgang von 3,2 Mio. Euro an. Bei Betrachtung der beiden Teil-Indikationsgruppen fallen jedoch gegenläufige Effekte auf. In der Teil-Indikationsgruppe der Insuline führte diese Komponenten zu einer Ausgabensteigerung von 14,7 Mio. Euro, während bei den anderen Antidiabetika Einsparungen in Höhe von 17,9 Mio. Euro festgestellt wurden.

Komponenten 2016

2016 stiegen die Ausgaben für Antidiabetika um rund 59 Mio. Euro. Verantwortlich dafür waren hauptsächlich diese Komponenten:

  • Therapieansatzkomponente: Durch Anteilsveränderungen zwischen den Therapieansätzen wurden die Ausgaben um 82,5 Mio. Euro erhöht. Verantwortlich waren höhere Verbrauchsanteile einer Reihe von Therapieansätzen, wobei besonders GLP-1-Rezeptor-Antagonisten, lang wirkende Insuline und DPP-4-Hemmer hervorzuheben sind.
  • Verbrauch: Zur Verbrauchskomponente trugen die Teil-Indikationsgruppen der Insuline und die der anderen Antidiabetika 2016 in gleichem Maße bei. Die Ausgaben wurden dadurch um 15,3 Mio. Euro erhöht.
  • Analogkomponente: Anders als im Vorjahr führte die Analogkomponente 2016 zu Einsparungen von rund 23 Mio. Euro. Die Komponente war in beiden Teil-Indikationsgruppen der Antidiabetika negativ. Den Hauptbeitrag zu der Komponente leisteten 2016 die Insuline. Ursächlich ist hier zu nennen, dass im Herbst 2015 der Vertrieb von Insulin degludec wegen der gescheiterten Verhandlungen zum Erstattungsbetrag eingestellt wurde. Inzwischen ist der Wirkstoff in Deutschland außer Handel.