Meilensteine bei den Diabetesmitteln A10 Antidiabetika

Veröffentlicht am: 27.11.17

Bis 1940
  • 1923 extrahieren Banting und Best Insulin aus den Bauchspeicheldrüsen von Hunden und Kälbern.
  • Seitdem therapeutischer Einsatz von Rinder- und Schweineinsulin beim Menschen
1941–1960
  • Zu Beginn der 1950er-Jahre Einführung von Tolbutamid, dem ersten antidiabetischen Sulfonylharnstoff
1961–1980
  • In den 1960er-Jahren Einführung der Biguanide. Die Wirkstoffe Buformin und Phenformin sind wegen gefährlicher Nebenwirkungen nicht mehr im Handel.
  • 1968 wird Metformin auf den Markt gebracht.
  • Anfang der 1970er-Jahre Einführung von Glibenclamid
1981–2000
  • Seit 1982 steht gentechnisch erzeugtes Humaninsulin zur Verfügung; nachfolgend Verdrängung von tierischen Insulinen.
  • 1983 Einführung der Alpha-Glucosidase-Hemmer
  • Ende 1990er Renaissance von Metformin (UKPDS-Studie)
  • 1996 kommt das erste Insulinanalogon auf den Markt.
  • 1999 Einführung der Glinide (Sulfonylharnstoffanaloga)
  • 2000 Begründung der Thiazolidindione (Glitazone)
2001–2010
  • 2007 werden die DPP-4-Hemmer (Gliptine) und die GLP-1-Rezeptor-Agonisten eingeführt.
Seit 2011
  • 2012 wird der erste SGLT2-Inhibitor eingeführt.

Die Therapie des Diabetes mellitus wurde möglich, nachdem es Banting und Best 1928 gelang, Insulin tierischen Ursprungs so zu extrahieren, dass es für den Einsatz beim Menschen geeignet war. Mit Verfügbarkeit von gentechnisch hergestelltem Humaninsulin 1982 wurden die tierischen Insuline verdrängt. Ab den 1950er-Jahren begann die Entwicklung der anderen Antidiabetika. Metformin, einer der ältesten Wirkstoffe, ist heute Mittel der Wahl bei Typ-2-Diabetes (UKPDS Group 1998, NVL 2013). Seit Beginn der 1980er-Jahre wurden fünf neue Wirkstoffgruppen von anderen Antidiabetika eingeführt.

Literatur zum Thema Diabetesmittel