Aktuelle und künftige Entwicklungen bei Thrombosemitteln B01 Antithrombotische Mittel

Veröffentlicht am: 15.01.26

Fazit zu den Entwicklungen bei den Thrombosemitteln

  • Ausgabenerhöhung zu 2023 um 290 Mio. Euro (Plus von 10,4%).
  • Verbrauchsanstieg von 1,1% gegenüber dem Vorjahr. Verbrauch der direkten orale Antikoagulanzien (DOAKs; insbesondere Faktor-Xa-Hemmer) wuchs etwas schwächer als in den Vorjahren. Verbrauch von Vitamin-K-Antagonisten weiterhin deutlich rückläufig, auch Verbrauch von ASS (Acetylsalicylsäure) und Heparinen erneut gesunken.
  • Die Innovation mit den größten Auswirkungen innerhalb der Indikationsgruppe sind die DOAKs. Bezogen auf die Zielpopulation ist das größte Anwendungsgebiet die Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern.
  • Das Verbrauchswachstum der DOAKs erreichte seit 2018 einen Höhepunkt und verlangsamte sich seitdem leicht. Der Verbrauchsanteil dieser Therapieansätze stieg in diesen Jahren jeweils etwa um 3%. 2024 fielen rund 47% des Verbrauchs der gesamten Indikationsgruppe auf diese Therapieansätze.

Ausblick auf künftige Entwicklungen bei den Thrombosemitteln

  • In den nächsten Jahren ist weiterhin ein Verbrauchsanstieg für die DOAKs zu erwarten. Seit 2013 ist hier ein stetiges Wachstum zu beobachten.
  • Parallel ist ein Rückgang der Vitamin-K-Antagonisten zu erkennen. Somit ist absehbar, dass Vitamin-K-Antagonisten zu einem großen Teil durch DOAKs verdrängt werden.
  • Umsatzstärkster Wirkstoff ist Apixaban. Generika wurden durch die European Medicines Agency (EMA) bereits zugelassen. Die Einführung von Apixabangenerika erscheint 2026 möglich.