Veröffentlicht am: 27.02.26
| Teil-Indikationsgruppe | Ausgaben in Mio. Euro | ||||
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | |
| Hämophilie A | 2.420,7 | 2.530,0 | 2.659,2 | 2.701,1 | 2.979,7 |
| Thrombozytopenie | 22,6 | 22,3 | 21,5 | 59,1 | 61,4 |
| Faktor-IX-Mangel | 7,8 | 11,5 | 10,0 | 12,7 | 20,6 |
| Von-Willebrandt-Krankheit | 7,8 | 9,0 | 6,0 | 4,1 | 4,4 |
| Faktor-VII-Mangel | 2,3 | 3,4 | 2,7 | 2,0 | 2,8 |
| Blutstillende Mittel gesamt | 2.462,8 | 2.577,8 | 2.701,0 | 2.780,5 | 3.070,5 |
| Differenz zum Vorjahr | 125,1 | 115,1 | 123,2 | 79,5 | 290,0 |
| Zuwachsrate | 5,4% | 4,7% | 4,8% | 2,9% | 10,4% |
Die Ausgaben der GKV für ambulant in Apotheken abgegebene blutstillende Mittel betrugen 2024 980,4 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben damit um mehr als 83 Mio. Euro gestiegen, was einer Zuwachsrate von 9,2 % entspricht, womit der Ausgabenanstieg höher ist als im Vorjahr. Der dargestellte Ausgabenanstieg von 97 bzw. 65 % für die Jahre 2020 und 2021 ist als Artefakt anzusehen, da er zum Großteil auf eine veränderte Abgaberegelung zurückzuführen ist. Wie bereits erwähnt müssen seit September 2020 Faktorenpräparate von Apotheken abgegeben werden. Nur noch in Ausnahmefällen ist den Behandlungszentren die Abgabe erlaubt. Auch vor dieser neuen Abgaberegelung fielen die entsprechenden Ausgaben für die GKV an; sie wurden nur anders abgerechnet.
Den höchsten Ausgabenanteil hatten 2024 die Mittel bei Hämophilie A mit knapp 56 %. Der Ausgabenanteil der übrigen Faktorenpräparate betrug 2024 rund 16 %, was 184 Mio. Euro entspricht.
Eine weitere relevante Teil-Indikationsgruppe stellen die Mittel bei Thrombozytopenie mit einem Ausgabenanteil von fast 21 % dar. Für diese Wirkstoffe sind die Ausgaben zwischen 2020 und 2024 um 61 % gestiegen und auch 2024 hielt das stetige Ausgabenwachstum bedingt durch weiterhin steigenden Verbrauch an.