Innovationen bei blutstillenden Mitteln B02 Antihämorrhagika Von größter Bedeutung ist der Einsatz von blutstillenden Mitteln bei der Hämophilie (Bluterkrankheit). Die Ausgaben der GKV für in Apotheken abgegebene blutstillende Mittel betrugen 2020 rund 519 Mio. Euro.

Veröffentlicht am: 27.10.21

Neueinführungen im Zeitraum von 2016 bis 2020
JahrWirkstoffTherapieansatzAnwendung
2016Efmoroctocog alfaFaktor VIIIHämophilie A
2016Albutrepenonacog alfaFaktor IXHämophilie B
2016Eftrenonacog alfaFaktor IXHämophilie B
2016Susoctocog alfaFaktor VIIIHämophilie A
2017Nonacog beta pegolFaktor IXHämophilie B
2017Lonoctocog alfaFaktor VIIIHämophilie A
2018Rurioctocog alfa pegolFaktor VIIIHämophilie A
2018EmicizumabFaktor-X-AktiviererHämophilie A mit Hemmkörpern
2019Damoctocog alfa pegolFaktor VIIIHämophilie A
2019Vonicog alfaVon-Willebrand-FaktorVon-Willebrand-Syndrom
2019Turoctocog alfa pegolFaktor VIIIHämophilie A
2020FostamatinibSYK-InhibitorChronische Immunthrombozytopenie

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Zwischen 2016 und 2020 sind in der Indikationsgruppe der Blutstillenden Mittel zwölf neue Wirkstoffe eingeführt worden.

Bei zehn Wirkstoffen handelt es sich um rekombinante Gerinnungsfaktoren. Sechs der Wirkstoffe sind Faktor-VIII-Präparate zur Behandlung der Hämophilie A, drei Wirkstoffe sind Faktor-IX-Präparate zur Substitution bei Hämophilie B, und ein Wirkstoff enthält einen rekombinanten Von-Willebrand-Faktor.

Neue Wirkprinzipien verkörpern jeweils der Antikörper Emicizumab sowie der SYK-Inhibitor Fostamatinib.