Komponenten der Ausgabenveränderungen bei blutstillenden Mitteln B02 Antihämorrhagika Von größter Bedeutung ist der Einsatz von blutstillenden Mitteln bei der Hämophilie (Bluterkrankheit). Die Ausgaben der GKV für in Apotheken abgegebene blutstillende Mittel betrugen 2020 rund 519 Mio. Euro.

Veröffentlicht am: 27.10.21

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Die Mehrausgaben für blutstillende Mittel lagen 2020 bei 255,7 Mio. Euro. Als wichtigste Komponente für die Ausgabenentwicklung ist zu nennen:

  • Verbrauch: Durch einen höheren Verbrauch stiegen die Ausgaben 2020 um 281,2 Mio. Euro, also um ein Vielfaches mehr als 2019. Die Komponente wurde in erster Linie durch die Teil-Indikationsgruppen verschiedener Faktorenpräparate verursacht: Allein die Faktor-VIII-Präparate trugen mit rund 148 Mio. Euro zu dieser Komponente bei. Da Faktorenpräparate seit September 2020 über Apotheken abgegeben werden müssen, zeigt die Komponente hauptsächlich die geänderte Abrechnung für diese Wirkstoffe an.
  • Preis: Durch die Preiskam es zu Einsparungen in Höhe von 25 Mio. Euro. Diese zum größten Teil durch die Nicht-Faktoren-Therapie bei Hämophilie A (Emicizumab) bedingt. Die Preissenkung für diesen Wirkstoff ist die Folge von Preisverhandlungen im Nachgang zur Nutzenbewertung nach § 35a SGB V.