Komponenten der Ausgabenveränderungen bei blutstillenden Mitteln B02 Antihämorrhagika

Veröffentlicht am: 27.02.26

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Die Ausgaben der GKV für ambulant in Apotheken abgegebene blutstillende Mittel betrugen 2024 980,4 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben damit um mehr als 83 Mio. Euro gestiegen, was einer Zuwachsrate von 9,2 % entspricht, womit der Ausgabenanstieg höher ist als im Vorjahr.

Als wichtigste Komponenten für die Ausgabenanstieg sind zu nennen:

  • Verbrauchskomponente: Durch Verbrauchswachstum, vor allem durch Produkte zur Behandlung der Hämophilie A sowie der Thrombozytopenie, erhöhten sich die Ausgaben um 48,9 Mio. Euro.
  • Preiskomponente: Durch die Wiederabsenkung des Herstellerabschlags, der im Jahr 2023 temporär erhöht wurde, stiegen die Ausgaben um 43,4 Mio. Euro. Dazu trugen hauptsächlich die Mittel bei Hämophilie A und solche bei Thrombozytopenie bei.
  • Analogkomponente: Durch Verschiebungen der Verbrauchsanteile von Wirkstoffen innerhalb der Teil-Indikationsgruppen senkte diese Komponente die Ausgaben um 13,3 Mio. Euro. Der Effekt ging vor allem von den Produkten zur Behandlung der Hämophilie A aus, wo der Anteil von Efanesoctocog alfa anstieg.