Ausgaben der GKV für Impfstoffe J07 Impfstoffe Die Ausgaben für Impfstoffe erreichten 2019 rund 1,3 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben um 211,0 Mio. Euro bzw. 19,4 %.

Veröffentlicht am: 09.11.20

Ausgabenentwicklung bei Impfstoffen
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20152016201720182019
HPV94,4104,399,295,0178,1
Pneumokokken156,8165,9163,4167,3171,6
Diphtherie-Hib-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus-Hepatitis B154,0169,1171,4170,3169,5
FSME96,3103,3108,1130,3168,9
Influenza101,3105,6107,1151,7157,9
Diphtherie-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus69,356,751,769,583,0
Masern-Mumps-Röteln-Varizellen68,770,076,875,663,2
Rotaviren45,652,053,954,055,0
Herpes zoster0,60,50,30,353,3
Pertussis, Kombinationen mit Toxoiden34,440,353,541,643,6
Varizellen27,125,725,926,737,0
Meningitis25,028,529,131,434,7
Masern-Mumps-Röteln29,421,220,719,227,9
Übrige Impfstoffe62,362,159,154,054,1
Impfstoffe gesamt965,01.005,31.020,01.086,71.297,7
Differenz zum Vorjahr42,740,314,766,7211,0
Zuwachsrate4,6 %4,2 %1,5 %6,5 %19,4 %
Hib = Haemophilus influenzae b, HPV = Humanes PapillomavirusQuelle: IGES-Berechnungen nach NVI (INSIGHT Health), gemäß Erstattungspreis

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Die Ausgaben für Impfstoffe erreichten 2019 1,3 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben um 211,0 Mio. Euro bzw. 19,4 %. Es war der höchste Anstieg im betrachteten Zeitraum.

Die höchsten Ausgabenanteile hatten 2019 die HPV-Impfstoffe mit 14 % gefolgt von der Sechsfachkombination (Diphtherie, Hib [Haemophilus influenzae b], Pertussis, Poliomyelitis, Tetanus, Hepatitis B) sowie den Pneumokokken- und FSME-Impfstoffen mit je rund 13 %. Als weitere ausgabendominante Impfstoffe sind die gegen Influenza mit einem Anteil von 12 % zu nennen.

Die Ausgaben für die Impfstoffe gegen Herpes zoster vervielfachten sich im Vergleich zum Vorjahr und stiegen von 0,3 Mio. auf über 53 Mio. Euro an. Der Ausgabenanstieg geht nahezu ausschließlich auf den 2018 neu eingeführten Totimpfstoff zurück, dessen Anwendung von der STIKO empfohlen wird. Weitere Impfstoffe mit hohem Ausgabenanstieg waren die HPV-Impfstoffe (88 %) und die FSME-Impfstoffe (27 %).