Aktuelle und künftige Entwicklungen bei Impfstoffen J07 Impfstoffe

Veröffentlicht am: 28.01.26

Fazit zu den Entwicklungen bei den Impfstoffen

Die Ausgaben für die Impfstoffe stiegen 2024 um 132,8 Mio. Euro (kein Einfluss durch COVID-19-Imfpstoffe da Finanzierung durch den Bund).

  • Ausgabenerhöhung gegenüber 2023 um 132,8 Mio. Euro (Plus von 5,8%).
  • Der Verbrauch von Impfstoffen, die im ärztlichen Bereich verimpft wurden, lag 2024 bei 44,7 Mio. Impfdosen und damit um 6% niedriger als im Vorjahr. Besonders ausgeprägt war der Verbrauchsrückgang bei Impfstoffen gegen COVID-19, Herpes zoster und Influenza.
  • Relevante Verbrauchsanstiege gab es 2024 für Impfstoffe gegen Pneumokokken, FSME und HPV.
  • Von den in den vergangenen Jahren eingeführten neuen Impfstoffen ist der 2018 eingeführte Totimpfstoff für eine Impfung zur Vorbeugung der Gürtelrose (Herpes zoster) versorgungsrelevant sowie der seit 2023 verfügbare Impfstoff gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV).
  • Die größte Innovation stellten die COVID-Impfstoffe dar, mit denen erstmals mRNA-basierte bzw. Vektorbasierte Impfstoffe ermöglicht wurden.

Ausblick auf künftige Entwicklungen bei den Impfstoffen

  • Auch 2024 ging der Verbrauch von Impfstoffen weiter zurück und fiel unter den Verbrauch, der vor der COVID-19-Pandemie beobachtet wurde. Zu beachten ist auch, dass inzwischen zusätzliche Impfungen verfügbar sind.
  • Wie sich der Verbrauch innerhalb der GKV künftig entwickelt, ist kaum einzuschätzen. Der Rückgang bei der Impfung gegen Herpes zoster bspw. könnte eine Normalisierung des Verbrauchs anzeigen, nachdem es in den beiden Vorjahren Nachholbedarf gab. Bedingt durch den zunehmenden Anteil älterer Menschen ist ein steigender Bedarf für die Impfungen gegen
  • Influenza, Pneumokokken und Herpes zoster zu erwarten. Der Einfluss sinkender Geburtenzahlen auf den Impfstoffbedarf ist aufgrund der kleinen Jahrgangszahlen zu vernachlässigen. Zudem wird es künftig weiter Impfstoffneuentwicklungen geben.
  • Somit ist insgesamt eher von einem gleichbleibenden bis leicht steigenden Verbrauch von Impfstoffen auszugehen und daher auch von steigenden Ausgaben.