Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Impfstoffen J07 Impfstoffe Die Ausgaben für Impfstoffe erreichten 2019 rund 1,3 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben um 211,0 Mio. Euro bzw. 19,4 %.

Veröffentlicht am: 09.11.20

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Die Ausgaben für Impfstoffe stiegen 2019 um 211,0 Mio. Euro. Bestimmend für die Ausgabenänderung ist bei den Impfstoffen in der Regel die Verbrauchskomponente. Strukturkomponenten spielen bei Impfstoffen kaum eine Rolle. Typisch ist für die Impfstoffe außerdem eine vergleichsweise hohe Restkomponente, die meist auf die Influenzaimpfstoffe zurückzuführen ist. Die Restkomponente ergibt sich daraus, dass nicht alle Unterschiede durch die vordefinierten Strukturkomponenten abgebildet werden. Bei den Influenzaimpfstoffen fällt hier ins Gewicht, dass in jedem Jahr Impfstoffe für die jeweils vorangegangene wie auch die aktuelle Grippesaison verfügbar sind.

  • Verbrauch: Die Verbrauchskomponente war höher als im Vorjahr und erhöhte die Ausgaben um 205,7 Mio. Euro. Am stärksten trugen zu dieser Entwicklung die folgenden drei Impfstoffe bei: Impfstoffe gegen HPV, Herpes zoster (Gürtelrose) und FSME.
  • Darreichungsform: Aufgrund von Verschiebungen zwischen unterschiedlichen Darreichungsformen gingen die Ausgaben um 12,6 Mio. Euro zurück, was ausschließlich durch die Influenzaimpfstoffe bedingt war.
  • Hersteller: Durch Veränderungen von Verbrauchsanteilen der verschiedenen Hersteller stiegen die Ausgaben um 9,4 Mio. Euro. Hierzu trugen hauptsächlich die Impfstoffe gegen Influenza sowie die Kombinationsimpfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken bei.