Ausgaben der GKV für Mittel mit hemmender Wirkung auf das Immunsystem L04 Immunsuppressiva

Veröffentlicht am: 21.01.19

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der Immunsuppressiva
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20132014201520162017
RA und andere Systemerkrankungen1.507,11.888,42.062,32.073,22.177,2
Multiple Sklerose266,0397,8420,1472,4548,5
Psoriasis52,586,2141,4290,2462,4
Multiples Myelom162,1236,1286,0340,4411,9
Transplantation316,0337,8343,5346,5350,6
Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie81,499,7130,8174,8180,3
Entzündliche Darmerkrankungen0,015,455,987,8102,8
Übrige Teil-Indikationsgruppen70,489,696,9100,7119,3
Immunsuppressiva gesamt2.455,43.151,03.536,93.886,04.353,1
Differenz zum Vorjahr366,0695,6385,8349,2467,1
Zuwachsrate17,5%28,3%12,2%9,9%12,0%
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

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Die Ausgaben der GKV für Immunsuppressiva beliefen sich für 2017 auf 4.353,1 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben um 467,1 Mio. Euro bzw. um 12,0 %. Im Jahr 2013 lagen die Ausgaben für Immunsuppressiva noch bei 2.455,4 Mio. Euro. Sie sind also in den letzten fünf Jahren um das 1,8-Fache gestiegen.

Den höchsten Ausgabenanteil hatten 2017 die Mittel bei rheumatoider Arthritis mit 50 %, gefolgt von den Mitteln bei Multipler Sklerose (MS) mit 12,6 % und den bei Psoriasis eingesetzten Immunsuppressiva mit 10,6 %. Das stärkste Ausgabenwachstum zeigten auch 2017 wieder die Mittel gegen Psoriasis, die um 172 Mio. Euro zulegten und wo sich somit die Ausgaben im Vergleich zu 2016 um fast 60 % erhöhten. Diese Teil-Indikationsgruppe war 2016 wie auch 2017 der wichtigste Treiber der Mehrausgaben für die gesamte Indikationsgruppe. Ebenfalls deutliche Ausgabensteigerungen gab es bei den Mitteln gegen MS (76,1 Mio. Euro bzw. 16 %) und den Mitteln gegen Multiples Myelom (71,5 Mio. Euro bzw. 21 %). Beim langjährigen Treiber des Ausgabenwachstums, den Mitteln bei rheumatoider Arthritis, stiegen zwar die Ausgaben 2017 etwas gedämpfter als im Vorjahr, aber mit 104 Mio. Euro doch stärker als im Vorjahr. Hier konnten die günstigeren Preise der seit 2015 verfügbaren Biosimilars das verbrauchsbedingte Ausgabenwachstum nicht kompensieren.