Ausgaben der GKV für Mittel mit hemmender Wirkung auf das Immunsystem L04 Immunsuppressiva Die Ausgaben für Immunsuppressiva beliefen sich 2019 auf 5,7 Mrd. Euro. Gegenüber 2018 ist dies eine Zunahme um 8,4 %. Den höchsten Anteil an den Ausgabenhatten die Mittel bei rheumatoider Arthritis (42,4 %).

Veröffentlicht am: 30.10.20

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der Immunsuppressiva
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20152016201720182019
RA und andere Systemerkrankungen2.062,32.073,22.177,52.352,92.420,2
Multiple Sklerose710,7706,1802,2898,4906,0
Psoriasis141,4290,2461,8647,7844,5
Multiples Myelom286,0340,4411,9538,2638,6
Transplantation343,5346,5349,9351,5346,1
Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie130,8174,8180,3218,2239,8
Entzündliche Darmerkrankungen55,987,8102,7111,4140,6
Übrige Teil-Indikationsgruppen96,9100,7119,3148,7171,7
Immunsuppressiva gesamt3.827,44.119,74.605,55.266,95.707,4
Differenz zum Vorjahr422,1292,2485,8661,4440,5
Zuwachsrate12,4 %7,6 %11,8 %14,4 %8,4 %
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (INSIGHT Health) gemäß Erstattungspreis

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Die Ausgaben der GKV für Immunsuppressiva beliefen sich für 2019 auf 5.707,4 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben um 440,5 Mio. Euro bzw. um 8,4 %. Im Jahr 2015 lagen die Ausgaben für Immunsuppressiva noch bei 3.827,4 Mio. Euro. Sie sind also in den letzten fünf Jahren um das 1,5-Fache gestiegen.

Den höchsten Ausgabenanteil hatten 2019 die Mittel bei rheumatoider Arthritis (RA) mit 42 %, gefolgt von den bei Psoriasis eingesetzten Immunsuppressiva und den Mitteln gegen Multiple Sklerose (MS) mit 15,9 % bzw. 14,8 %. Das stärkste Ausgabenwachstum zeigten auch 2019 wieder die Mittel gegen Psoriasis, die um 197 Mio. Euro zulegten und wo sich somit die Ausgaben im Vergleich zu 2018 um rund 30 % erhöhten. Diese Teil-Indikationsgruppe war seit 2016 einer der Haupttreiber der Mehrausgaben für die gesamte Indikationsgruppe. Ebenfalls deutliche Ausgabensteigerungen gab es bei den Mitteln gegen Multiples Myelom (100 Mio. Euro bzw. 19 %). Beim langjährigen Motor des Ausgabenwachstums, den Mitteln bei rheumatoider Arthritis, stiegen die Ausgaben 2019 mit 67 Mio. Euro (3 %) sehr viel geringer als in den beiden Vorjahren. Hier konnten nun die günstigeren Preise der seit 2015 verfügbaren Biosimilars das verbrauchsbedingte Ausgabenwachstum teilweise kompensieren, und für die TNF-alpha-Inhibitoren gingen aus diesem Grund die Ausgaben trotz weiterem starken Verbrauchwachstum sogar zurück.