Ausgaben der GKV für Mittel mit hemmender Wirkung auf das Immunsystem L04 Immunsuppressiva

Veröffentlicht am: 09.09.17

Ausgabenentwicklung in der Indikationsgruppe der Immunsuppressiva
Teil-IndikationsgruppeAusgaben in Mio. Euro
20122013201420152016
Rheumatoide Arthritis und andere Systemerkrankungen1.283,31.507,11.888,42.062,32.081,2
Multiple Sklerose201,5266,0397,8420,1467,2
Transplantation299,8316,0337,8343,5353,0
Multiples Myelom141,5162,1236,1286,0340,4
Psoriasis37,152,586,2141,4293,5
Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie64,181,499,7130,8174,8
Entzündliche Darmerkrankungen0,00,015,455,987,8
Übrige Teil-Indikationsgruppen62,170,489,696,9100,8
Immunsuppressiva gesamt2.089,42.455,43.151,03.536,93.898,9
Differenz zum Vorjahr231,4366,0695,6385,8362,0
Zuwachsrate12,5 %17,5 %28,3 %12,2 %10,2 %
Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

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Die Ausgaben der GKV für Immunsuppressiva beliefen sich für 2016 auf fast 3.899 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben um 362 Mio. Euro bzw. um 10,2 %. Im Jahr 2012 lagen die Ausgaben für Immunsuppressiva noch bei 2.089 Mio. Euro. Sie haben sich also in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt.

Den höchsten Ausgabenanteil hatten 2016 die Mittel bei rheumatoider Arthritis mit 53 %, gefolgt von den Mitteln bei Multipler Sklerose (MS) mit 12 %, den nach Transplantationen eingesetzten Immunsuppressiva mit 9 % sowie den Mitteln gegen Multiples Myelom und Psoriasis mit fast 9 bzw. 8 %. Das stärkste Ausgabenwachstum war 2016 für die Mittel gegen Psoriasis festzustellen, die um 152 Mio. Euro zulegten und wo sich somit die Ausgaben im Vergleich zu 2015 mehr als verdoppelten. Diese Teil-Indikationsgruppe war 2016 der wichtigste Treiber der gestiegenen Ausgaben für die gesamte Indikationsgruppe. Ebenfalls deutliche Ausgabensteigerungen gab es bei den Mitteln gegen Multiples Myelom (54,4 Mio. Euro bzw. 19 %), den Mitteln gegen MS (47 Mio. Euro bzw. 11 %) und den Mitteln bei paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (44 Mio. Euro bzw. 33,7 %). Mäßig war dagegen der Anstieg beim langjährigen Treiber des Ausgabenwachstums, den Mitteln bei rheumatoider Arthritis. Hier stiegen die Ausgaben 2016 trotz deutlichen Verbrauchswachstums um 18,9 Mio. Euro bzw. 0,9 %, ein Anzeichen, dass die Biosimilars ausgabendämpfend wirken, auch indirekt durch Rabattverträge. In den Vorjahren erhöhten sich die Ausgaben in dieser Teil-Indikationsgruppe noch regelmäßig zwischen rund 100 und 400 Mio. Euro jährlich.