Aktuelle und künftige Entwicklungen bei Mitteln mit dämpfender Wirkung auf das Zentralnervensystem (Psycholeptika) N05 Psycholeptika Psycholeptika wirken vor allem dämpfend auf das Zentralnervensystem. Die Ausgaben für Psycholeptika beliefen sich 2019 auf 676,8 Mio. Euro. 61 % Prozent des Verbrauchs an Psycholeptika entfielen auf Neuroleptika.

Veröffentlicht am: 26.06.26

Fazit zu den Entwicklungen bei Mitteln mit dämpfender Wirkung auf das Zentralnervensystem (Psycholeptika)

In der Indikationsgruppe Psycholeptika stiegen die Ausgaben im Jahr 2024 um 16,6 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies einen Anstieg von 2,4 %.

  • Verbrauch: Der Verbrauch von Psycholeptika lag 2024 bei 559,8 Mio. DDD und ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2% gestiegen; die Wachstumsrate ist seit 2018 konstant. Für die Teil-Indikationsgruppe der Anxiolytika und Sedativa zeigte sich zwischen 2014 und 2024 ein stetiger Verbrauchsrückgang von 242,8 auf 184,7 Mio. DDD, also um fast ein Viertel. Der Verbrauch von Neuroleptika und Antipsychotika stieg dagegen von 328,8 auf 348,9 Mio. DDD an, ein Zuwachs von rund 6 %.
  • Innovation: Die Indikationsgruppe ist zu einem großen Teil generisch. In den letzten fünf Jahren wurden nur zwei neue Wirkstoffe eingeführt. Insgesamt ist die Indikationsgruppe weiterhin wenig innovativ. Entsprechend gering sind die Beiträge der Innovationskomponenten zu den Ausgabenänderungen.
  • Preis: Die Preiskomponente erhöhte die Ausgaben 2024 um 21,1 Mio. Euro, wozu in erster Linie die Neuroleptika und Antipsychotika beitrugen.

Ausblick auf künftige Entwicklungen bei den Mitteln mit dämpfender Wirkung auf das Zentralnervensystem (Psycholeptika)

In den vergangenen Jahren war die Indikationsgruppe geprägt durch mäßiges Ausgabenwachstum und einen geringen, aber konstanten Verbrauchsanstieg. Für die Anxiolytika und Sedativa wird sich der langsame Verbrauchsrückgang weiter fortsetzen, wobei dieser Rückgang die älteren Wirkstoffklassen betrifft, während neuere Ansätze Wachstumspotenzial haben, insbesondere Daridorexant. Bei den Neuroleptika ist von einem weiteren, sehr langsamen Wachstum auszugehen. Beide Teil-Indikationsgruppen haben noch Potenzial für eine steigende Generikaquote, die allerdings auch von der Verfügbarkeit der gelisteten Generika abhängt. Insgesamt ist somit für die kommenden Jahre von eher unterdurchschnittlichen Ausgabensteigerungen auszugehen.