Aktuelle und künftige Entwicklungen bei Asthma- und COPD-Mitteln R03 Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen Die Ausgaben der GKV für Asthma und COPD-Mittel lagen 2018 bei rund 1,53 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr sind die Ausgaben um 42 Mio. Euro bzw. 2,8 % gestiegen.

Veröffentlicht am: 21.11.19

Fazit

In der Indikationsgruppe Mittel bei COPD und Asthma stiegen die Ausgaben im Jahr 2018 mit 41,5 Mio. bzw. 2,8 % stärker als im Vorjahr. Die Ausgaben lagen 2018 bei 1.531,3 Mio. Euro.

  • Verbrauch: 2018 ging der Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 Mio. DDD (1 %) auf 1.389,9 Mio. DDD zurück. Damit ist der Verbrauch das zweite Jahr in Folge, wenn auch nur leicht, zurückgegangen. Ob dies als Trendänderung der bisherigen stabilen Verbrauchsentwicklung zu werten ist, bleibt noch offen.
  • Innovation: In den letzten fünf Jahren wurden in der Indikationsgruppe sieben neue Wirkstoffe eingeführt, was sich auch in den Innovationskomponenten zeigt. Hier manifestieren sich vor allem die neueren Fixkombinationen von Sympathomimetika mit Anticholinergika sowie die monoklonalen Antikörper zur Therapie spezifischer, schwer verlaufender Formen des Asthmas.
  • Preis: Durch Preissenkungen kam es 2018 zu Einsparungen von 26,3 Mio. Euro. Hierzu trugen einerseits die Ergebnisse der Preisverhandlungen im Rahmen der frühen Nutzenbewertung bei, andererseits ist das im Rahmen individueller Rabattverträge abgegebene Umsatzvolumen angestiegen.

Ausblick

Die Indikationsgruppe der Asthma- und COPD-Mittel war in den letzten Jahren gekennzeichnet durch eine stabile Verbrauchsentwicklung. Seit zwei Jahren ist jedoch ein geringer Verbrauchsrückgang zu beobachten. In Bezug auf Neuerungen sind Anticholinergika zu nennen, die hauptsächlich in Form von Fixkombinationen mit Sympathomimetika Marktanteile gewinnen konnten. Mit den Anti-IL-5-Antiköpern wurde außerdem ein neues Wirkprinzip zur Therapie des eosinophilen Asthmas eingeführt. Dennoch hat es keinen Ausgabensprung gegeben, weil rabattbedingte Preissenkungen kompensierend wirkten. Trotz des leicht rückläufigen Verbrauchs ist aufgrund des steigenden Anteils neuer Wirkstoffe zunächst eher mit mäßig steigenden Ausgaben zu rechnen.