Komponenten der Ausgabenveränderungen bei Asthma- und COPD-Mitteln R03 Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen Die Ausgaben der GKV für Asthma und COPD-Mittel lagen 2019 bei rund 1,57 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr sind die Ausgaben um fast 44 Mio. Euro bzw. 2,9 % gestiegen.

Veröffentlicht am: 30.10.20

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

Der Ausgabenzuwachs war 2019 mit 43,6 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Als wichtigste Komponenten für die Ausgabenentwicklung sind zu nennen:

  • Therapieansatzkomponente: Durch Änderungen der Verbrauchsanteile von Therapieansätzen stiegen die Ausgaben 2019 um 63,1 Mio. Euro. Zu nennen ist hier in erster Linie der höhere Verbrauchsanteil der Kombinationen von Sympathomimetika mit Anticholinergika. Einen Einfluss auf diese Komponente haben aber auch die Anti-IgE-Antikörper sowie die Anti-IL-5-Antikörper, die bei besonderen, schwer verlaufenden Asthmaformen angewendet werden. Deren Verbrauchsanteile sind zwar nur minimal gestiegen, doch aufgrund der hohen mittleren Preise je DDD dieser Arzneimittel schlagen sich auch diese Änderungen in der Therapieansatzkomponente nieder.
  • Analogwettbewerb: Die Verschiebungen zwischen den Verbrauchsanteilen einzelner Wirkstoffe führten zu Mehrausgaben von 10,5 Mio. Euro. Hier sind insbesondere neuere Fixkombinationen von Sympathomimetika mit Anticholinergika und Glukokortikoiden hervorzuheben, wie Vilanterol, Umeclidiniumbromid und Fluticason oder Formoterol, Glycopyrroniumbromid und Beclometason, aber auch Antikörper wie Omalizumab oder Benralizumab.
  • Preis: Durch Preissenkungen wurden die Ausgaben 2019 um 25,9 Mio. Euro gesenkt. Hierzu trugen einerseits die Ergebnisse der Preisverhandlungen im Rahmen der frühen Nutzenbewertung bei, resultieren die Einsparungen aus Verschiebungen im Rahmen individueller Rabattverträge.