Aktuelle und künftige Entwicklungen bei Mitteln zur Behandlung von ViruserkrankungenJ05 Antivirale Mittel zur systemischen Anwendung
Veröffentlicht am: 11.02.26
Fazit zu den Entwicklungen bei den Mitteln zur Behandlung von Viruserkrankungen
Für Arzneimittel aus der Indikationsgruppe der Antiviralen Mittel zur systemischen Therapie lagen die Ausgaben 2022 bei rund 965 Mio. Euro.
Ausgabenerhöhung 2024 auf 1,08 Mrd. Euro (Plus von 8,4%).
Der Verbrauch stieg 2024 in der Indikationsgruppe um 2 Mio. DDD (3,5%) auf rund 61 Mio. DDD. Der erneute Anstieg ist durch die Mittel bei HIV/AIDS bedingt und bildet insbesondere die weiter zunehmende Nutzung der Präexpositionsprophylaxe (PrEP), die mit der Kombination Tenofovirdisoproxil/Emtricitabin durchgeführt wird.
Seit 2020 gab es insgesamt neun neue Wirkstoffe, davon je drei zur Behandlung von HIV/AIDS bzw. COVID-19. Dies schlug sich 2024 lediglich mit Mehrausgaben von 9,5 Mio. Euro durch die Analogkomponente nieder.
Die Preiskomponente erhöhte die Ausgaben um rund 21 Mio. Euro.
Ausblick auf künftige Entwicklungen bei den Mitteln zur Behandlung von Viruserkrankungen
Haupttreiber der Ausgaben sind die bei HIV/AIDS eingesetzten Mittel, gefolgt von den Mitteln zur Behandlung der Hepatitis C. Für beide ist auch künftig mit weiter steigenden Ausgaben zu rechnen.
Neue Therapieoptionen, wie bspw. das seit 2020 verfügbare Bulevirtid zur Behandlung der chronischen Hepatitis D, tragen ebenfalls zu einem Anstieg der Ausgaben bei. Abhängig vom saisonalen Infektionsgeschehen können auch Medikamente zur Behandlung von COVID-19 zu unerwarteten Ausgabensteigerungen führen.
Diese Internetseiten informieren über den Arzneimittelmarkt in Deutschland und zeigen etwa den Verbrauch von Medikamenten. Diese Angaben spiegeln die wesentlichen Trends des derzeitigen Behandlungsgeschehens wider. Sie sind jedoch nicht als individuelle Therapieempfehlungen zu verstehen.
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