Komponenten der Ausgabenentwicklung bei Mitteln zur Behandlung von Viruserkrankungen J05 Antivirale Mittel zur systemischen Anwendung Antivirale Mittel zur inneren Anwendung verursachten 2019 Ausgaben in Höhe von 956 Mio. Euro. Diese Ausgaben entfielen hauptsächlich auf die Mittel zur Behandlung von HIV/Aids mit einem Anteil von 70 % sowie die Mittel zu Behandlung der Hepatitis C, deren Anteil bei rund 21 % lag.

Veröffentlicht am: 09.11.20

Quelle: IGES-Berechnungen nach NVI (Insight Health)

2019 gingen die Ausgaben um 233,7 Mio. Euro zurück. Die Ausgabenentwicklung war hauptsächlich auf folgende Komponenten zurückzuführen:

  • Preis: Durch die Preiskomponente kam es zu Einsparungen in Höhe von 90,4 Mio. Euro. Hier addierten sich die Effekte aus den Teil-Indikationsgruppen der HIV-/Aids-Mittel und der Hepatitis-C-Mittel. Die Preissenkungen sind einerseits Ergebnisse der Preisverhandlungen im Anschluss an die Nutzenbewertung neuer Wirkstoffe. Hinzu kommen Effekte aus vertraglich vereinbarten Rabatten.
  • Verbrauch: Die Verbrauchskomponente senkte 2019 die Ausgaben um 58,4 Mio. Euro. Als ursächlich ist hier sowohl die Teil-Indikationsgruppe der Mittel gegen Hepatitis C als auch die der HIV/Aids-Mittel zu nennen.
  • Generika: Durch einen höheren Verbrauchsanteil von Generika wurden die Ausgaben um 53,9 Mio. Euro gemindert. Die Einsparungen gehen hauptsächlich auf die HIV-/Aids-Mittel zurück, wo einige neuere Generika verfügbar wurden. Hier haben die Generikasubstitution insbesondere bei Darunavir und Tenofovirdisoproxil sowie generische Kombinationen mit Tenofovirdisoproxil zu den genannten Einsparungen beigetragen.